Cybersicherheitsreport der Telekom 46 Millionen Angriffe – an einem Tag

Im Zentrum für Cyberabwehr in Bonn bündelt die Telekom ihre Aktivitäten zum Schutz der eigenen Infrastruktur und der Kunden
Im Zentrum für Cyberabwehr in Bonn bündelt die Telekom ihre Aktivitäten zum Schutz der eigenen Infrastruktur und der Kunden

– Und das nur auf die »Honeypots« der Telekom! Mit den Lockfallen analysiert die Telekom Hacker-Aktivitäten, die sich auf einem neuen Höchststand befinden.

Die Telekom registriert weiter steigende Hacker-Aktivitäten. Anfang April zählte der Konzern 46 Millionen tägliche Angriffe auf seine Honeypots. Das ist ein neuer Spitzenwert. Im Schnitt gab es im letzten Monat 31 Millionen Angriffe pro Tag. Im April 2018 waren es durchschnittlich noch 12 Millionen. Der April-Wert 2017 lag noch bei 4 Millionen. Die Angriffszahlen steigen exponentiell. Dies gab der Konzern im Vorfeld der morgen beginnenden Potsdamer Sicherheitskonferenz bekannt.

Honeypots sind digitale Fallen im Internet. Der Name leitet sich von den Honigködern für Bären her. Der Konzern lockt damit absichtlich Angreifer an. Die Telekom analysiert die Attacken und macht aus den Erfahrungen eigene Systeme und die von Kunden sicherer. Knapp 3000 verschiedene Fallen hatte die Telekom im April im Internet ausgelegt. Sie zeigen wie umtriebig Hacker im Internet sind.

Dirk Backofen, Leiter Telekom Security, sagt: „Fünfzig Milliarden Geräte werden wir nächstes Jahr im Internet sehen. Jeder und alles ist vernetzt und braucht Cyber-Security. Dies schafft niemand allein. Wir brauchen die Armee der Guten. Dafür teilen wir unser Wissen für eine Immunisierung der Gesellschaft gegen Cyber-Attacken. Nur im Schulterschluss zwischen Politik, Wissenschaft und der Privatwirtschaft werden wir erfolgreich die Hacker in die Schranken weisen können.“

 

Mehr als ein Viertel der Hacker zielt auf Kontrolle über fremde Rechner.

Die Telekom veröffentlicht auch eine Statistik zu Angriffen auf Lockfallen. Eine Zahlen daraus:

  • 51% der Attacken zielten auf die Netzsicherheit. Hacker konzentrierten sich dabei auf Schnittstellen für die Fernwartung von Computern.
  • In 26% der Fälle ging es dem Angreifer um die Kontrolle über einen fremden Rechner.
  • Rund 7% der Attacken zielten auf Passwörter.
  • 5% der Angriffe galten Internetseiten.

Die Telekom Security beobachtet täglich drei bis acht unbekannte Angriffstaktiken. Aus den im Schnitt monatlich 250 neuen Hacker-Tricks entwickelt der Konzern Abwehrmaßnahmen für sich selbst und seine Kunden.