Modul für Azure Sphere entwickelt 3 Fragen an Felix Adamczyk

Felix Adamczyk ist Gründer und CEO von qiio.
Felix Adamczyk ist Gründer und CEO von qiio.

Er ist Gründer, Entwickler und Firmeninhaber: Felix Adamczyk hat mit seiner Firma qiio das weltweit erste Mobilfunkmodul auf Basis von Microsoft Azure Sphere herausgebracht. Im Interview verrät er, was qiio so erfolgreich macht.

Herr Adamczyk, warum bekommt ihr Modul am Markt so viel Aufmerksamkeit?

Felix Adamczyk: Die Resonanz ist in der Tat sehr gross. Wir konnten letzten Monat mit unserer Mobilfunkanwendung q200 Guardian Module auf Basis von Microsoft Azure Sphere das weltweit erste und sichere IoT-Mobilfunkprodukt auf den Markt bringen – und das zwei Jahre früher als vom Markt erwartet. Unser q200-Modul ist ein reines Edge-to-Cloud-Produkt. Unsere Partnerschaft mit Microsoft ist eine Win-Win-Situation für uns und unsere Kunden: Microsoft bietet leistungsstarke IoT-Sicherheitstechnik und Cloud-Computing-Ressourcen auf Carrier-Grade-Niveau. Qiio liefert dazu eine sichere End-to-End IoT-Anwendung, die von der globalen Mobilfunkabdeckung profitiert.

Sie haben schon mehrere Unternehmen gegründet. Haben Sie Tipps für andere Gründer?

Felix Adamczyk: Grundsätzlich reicht es nicht aus, »nur« eine gute Idee zu haben. Start-ups müssen in erster Linie an das Business denken, den Markt frühzeitig evaluieren und die Erfolgschancen abwägen. Es macht keinen Sinn, ein Produkt zu bauen und erst hinterher eine Verwendung dafür zu suchen. Genau so wichtig ist es, prägnant und zielgruppengerecht zu kommunizieren. Übersichtliche und genaue Dokumentationen (beispielsweise Produkt- und Firmenpräsentationen) unterstützen uns in allen Bereichen, von der Investorensuche bis hin zur Presse. Zu guter letzt muss man sich mit den »richtigen« Mitarbeitern und Partnern umgeben. Bei qiio arbeiten alle gemeinsam für den persönlichen Erfolg als auch den Erfolg des Unternehmens, denn das eine geschieht nicht ohne das andere.

Nach welchen Kriterien suchen Sie ihre Mitarbeiter aus?

Felix Adamczyk: Die ersten Mitarbeiter eines Start-ups bestimmen und prägen die Werte und die Kultur der Firma. Wir suchen deshalb nach motivierten und intelligenten Leuten, die vielleicht nicht einmal alle nötigen, technischen Kenntnisse mitbringen, dafür aber die sogenannten »Big 4«. Sie sind meines Erachtens die wichtigsten Eigenschaften, die es braucht, um sich in dieser besonderen Umgebung entfalten und halten zu können, nämlich: Flexibilität, Teamwork, Passion und Risikobereitschaft.