Leiterplattenentwicklung/-fertigung Work-in-Progress-Daten von PCB-Designs verwalten

Volle Kontrolle mit einer soliden ECAD-Datenverwaltungssystem.
Volle Kontrolle behalten mit Hilfe eines ECAD-Datenverwaltungssystems.

Mit einem soliden ECAD-Datenverwaltungssystem haben Projektverantwortlicher die volle Kontrolle – u.a. über das Einrichten von Zuständigkeiten und Abläufen, Zugriffsberechtigungen, die automatisierte Revisionskontrolle oder das Erzeugen intelligenter Berichte.

Die aktuellen Trends zu kürzeren Produktlebenszyklen haben zu höheren Kundenerwartungen geführt und erfordern eine schnelle Bereitstellung von Produkten mit großem Funktionsumfang. Elektronikunternehmen, die bei der Entwicklungsarbeit immer noch auf althergebrachte Prozesse setzen, müssen ECAD-Daten (Electronic CAD) aufwendig verwalten und stellen fest, dass dies sehr kostenintensiv und ineffizient ist.

Der Druck auf dem Markt lässt keinen Raum für Fehler: Elektronikunternehmen, die sich nicht mit den Bedürfnissen der Designzyklus-Verwaltung von heute befassen, sind schon für geringste Störungen anfällig. Der Konkurrenzkampf wird längst nicht mehr nur an einer Front ausgetragen, sondern an allen: beim Kundenservice, der bedienten Marktnische, in die Tiefe der Beziehung zum Kunden und bei der Nutzung neuer Technologien für einen schlanken, schnörkellosen ECAD-Datenverwaltungsprozess. Außerdem sind in vielen Segmenten die einstigen Alleinstellungsmerkmale zu reinen Einstiegsvoraussetzungen degradiert worden.

Viele Elektronikunternehmen haben in den vergangenen Jahren den Beweis erbracht, dass niemand immun gegen einen Zusammenbruch ist. Die Frage ist nur: Was dagegen tun? Kommen Technologien zum Einsatz, welche die seit Langem vorhandenen Schranken zwischen interdisziplinären Designteams einreißen? Wird in ein strategisches System investiert, mit dem Designteams aus ECAD-Daten wahre Schätze machen? Oder setzen die Firmen zur Bewältigung des komplexen und dynamischen Produktentwicklungs-Prozesses immer noch auf manuelle, fehleranfällige Systeme?

Es ist immer noch Work-in-Progress (WIP)

Obwohl viele Unternehmen den strategischen Weg beschreiten, ihre Produktportfolios zu erweitern und die Markteinführungszeit zu verkürzen, während sie Qualität wahren und Kosten sparen wollen, nimmt die Zahl der Herausforderungen in der Produktentwicklung stetig zu. Eine bestimmte Herausforderung kann, wenn sie nicht ordentlich bewältigt wird, einen größeren Einfluss auf den Erfolg (oder Misserfolg) eines Projekts haben. Gemeint ist der Umgang mit Veränderungen.

Jedes Elektronikunternehmen, das wettbewerbsfähig bleiben will, muss das WIP effektiv verwalten. Und in Anbetracht der Dynamik früher Phasen der Produktentwicklung müssen sie das WIP nicht nur gut verwalten, sondern es auch intern wie extern gut kommunizieren.

WIP-ECAD-Daten umfassen alle Dateien, die zum PCB gehören (Schaltplan, PCB, Bibliotheken, 3D-Modelle, Simulationsmodelle, Gerber-Files, Netzlisten etc.), darunter auch Parameterdaten der Bauteile (Toleranzen, Spannungen etc.). Jegliche Fehlkommunikation oder Unterbrechung hinsichtlich des Status oder der Version dieser Daten verursacht im besten Fall umfassende Nacharbeiten, Projektverzögerungen oder Budgetüberschreitungen, während im schlimmsten Fall die falsche Produktversion hergestellt wird.

Viele Branchenstudien, wie die der Aberdeen Group, ergaben, dass viele der Probleme mit inkonsistenten Daten ihre Ursache in mangelhafter WIP-ECAD-Datenverwaltung haben. Die mangelhaften Methoden basieren häufig auf manuellen, starren Prozessen, denen es an zuverlässiger Automation bei der Kommunikation, Verfolgung, Handhabung und Freigabe von ECAD-Daten fehlt.

Oft verbringen die Entwickler eine Menge Zeit damit, sich zu vergewissern, dass die von Ihnen verwendeten Daten tatsächlich aktuell sind und in der neuesten Version sowie im richtigen Lebenszyklus-Status vorliegen. Bei global verteilten Teams ist die Gefahr noch größer, dass die falsche Version der offline verfolgten und kontrollierten WIP-ECAD-Daten verwendet wird. Ohne ein ganzheitliches und transparentes ECAD-Datenverwaltungssystem können Verantwortliche nur schwer darauf vertrauen, dass ihr Team bei der Arbeit stets die korrekte Version vorfindet und benutzt.

Fehleranfällige Methoden für die WIP-Verwaltung

In den frühen Entwicklungsphasen erfolgen die Änderungen oftmals in schneller Folge, da die Anforderungen noch nicht ganz klar sind. Speziell in dieser schwebenden Phase machen sich die Mängel manueller Systeme bei der generellen ECAD-Datenverwaltung und speziell in Sachen WIP stärker bemerkbar. Wenn mehrere Entwickler gleichzeitig auf dieselben Daten zugreifen, diese bearbeiten und kommentieren, steht ohne automatisierte WIP-ECAD-Datenverwaltung die Datenintegrität auf dem Spiel – egal ob der Lebenszyklus-Status auf Prüfen, Genehmigen, Verfolgen oder Modifizieren steht.

An Beschränkungen leiden bei näherem Hinsehen alle manuellen Methoden für die WIP-Verwaltung – darunter dateibasierte Systeme, manuelle Versionskontrollen etc.

Nahezu jedes ECAD-Datenprojekt ist komplex

Sogar wenn Unternehmen es mit einer Ordnerstruktur für die Projekte (Ordner auf höchster Ebene) und Unterordner für die Projektphasen versucht, wissen sie genau, dass dieses Vorgehen weder nachhaltig noch umsetzbar ist. Wenn Benutzer unkontrolliert Ordner erstellen können und Verantwortliche mit der Einstellung »ich organisiere das später« an die Sache herangehen, ist die Bruchlandung vorprogrammiert.

Begrenzte Suchmöglichkeiten
Windows Explorer ist praktisch, um Dateinamen oder Dokumenterweiterungen zu finden, aber erweiterte Suchen nach Bauteilen, Statuswerten oder Verwendungsorten sind damit nicht möglich. Eine solche Abfrage würde nur einen Haufen unstrukturierter Ergebnisse liefern, bei denen man viel mehr Zeit mit dem Finden des gewünschten Dokuments zubringen würden. Egal wie gut die Ordnerstruktur organisiert ist oder welche Tricks die Suchfunktion bietet: Letztendlich ist die Methode beschränkt und kommt nicht an den Leistungsumfang eines ECAD-Datenverwaltungssystems heran.

Manuelle Revisionskontrolle
Entwickler kennen das Szenario: Bevor sie überhaupt an einem Dokument arbeiten, müssen sie eine Kopie davon anlegen! Sie erstellen eine Kopie und verschieben sie in den Ordner „WIP“, bevor sie Änderungen vornehmen. Sicher haben sie auch schon erlebt, was passiert, wenn sie das vergessen! Jedes Mal müssen sich die Benutzer an diese Schritte erinnern und sie in der richtigen Reihenfolge ausführen. Selbst wenn man davon ausgeht, dass die meisten Benutzer das schaffen, gibt es keine Möglichkeit, die riesige Menge an Dokumenten, die sich bei Änderungen ansammelt, zu kontrollieren und zu verwalten! Mit dieser Herangehensweise für die Revisionskontrolle bei Dokumenten kann sich kein Designteam auf die Daten verlassen.

Die Disziplin wahren? Viel Spaß!

Bei diesen komplizierten Verfahren für die Verwaltung komplexer ECAD-Daten wird die Firmen-IT ständig damit be-schäftigt sein, die Struktur und die Benutzer zu betreuen. Dieser Prozess führt zu fortlaufenden Reorganisationen der Datenstruktur. Währenddessen durchlaufen die Designteams eine weitere Lernkurve und müssen sich darauf einstellen, dass alles den Platz gewechselt hat. Man darf sich darauf gefasst machen, dass die falschen Daten verwendet werden, denn niemand weiß, was freigegeben wurde und was noch WIP ist.

Manuelle Benennung von Dokumentendateien

Bei manuellen Dateiverwaltungssystemen gibt es keine automatischen Nummerierungsschemata zur Aktualisierung der Dateinamen, wenn die Nutzer Änderungen vornehmen. Viele Unternehmen haben verschiedene Systeme, die in der Vergangenheit »funktioniert« haben, oder bestimmte Prozeduren, an die sich Entwickler und Benutzer halten müssen, indem sie die Dateien anhand der Phase, der Person oder des Änderungszeitpunkts benennen. Dadurch bekommen die Designteams Schwierigkeiten, Dokumente zu finden – insbesondere diejenigen, auf die in anderen Dokumenten verwiesen wurde.

Das ist schlicht nicht durchzuhalten.