Fachkongress für Verifikations-Profis Simulation in der Elektronikentwicklung

Simulationskonferenz über Anwendung in der Produktentwicklung und Einsatzgebiet
Simulationskonferenz über Anwendung in der Produktentwicklung und Einsatzgebiet

Die CADFEM Ansys Simulation Conference in Leipzig ist eine Fachkonferenz zur numerischen Simulation in der Produktentwicklung. Ein wichtiges Einsatzgebiet ist die Elektroniksimulation, die gerade auch für Elektronikentwickler eine immer entscheidendere Rolle spielt.

Auf der alljährlich stattfindenden Simulationskonferenz in Leipzig geben Anwender aus Industrieunternehmen, aus Forschungs- und Hochschuleinrichtungen Einblicke in ihre täglichen und nicht alltäglichen Simulationsprojekte. In der begleitenden Fachausstellung präsentieren sich darüber hinaus zahlreiche Firmen mit ihren aktuellen Produkten und Dienstleistungen.

Das Informationsangebot der Konferenz in Leipzig setzt sich aus über 200 Fachvorträgen zur Simulationspraxis und zu Software-Neuheiten, ferner aus mehr als 20 Kompaktseminaren und vielen Gelegenheiten zum fachlichen Austausch mit anderen Anwendern oder Vertretern der Software-Hersteller zusammen.

Wissenslücken lassen sich schließen

Auf Anfrage der Elektronik-Redaktion, inwieweit denn auch Elektronikentwickler von dieser Konferenz profitieren werden, äußerte sich einer der für die inhaltliche Ausgestaltung verantwortliche zu diesem Thema – Ronald Weber (Bild), tätig bei CADFEM im Bereich Business Development Elektronik: »Wir möchten in einen Dialog mit Geschäftsführern und Abteilungsleitern treten, um die Möglichkeiten aufzuzeigen, wie durch Simulation Entwicklungsprozesse beschleunigt und das Risiko von Redesigns minimiert werden können.«

Die Erkenntnisse, die das Software-Haus aus den Antworten der Umfrage gewinnen konnte, fasst Weber wie folgt zusammen: Die Umfrage hat gezeigt, dass die Branche in Bezug auf Simulation sich im Kreis dreht. Weil ich das Wissen nicht habe, mache ich es nicht, und selbst, wenn ich es hätte, gäbe es ja immer noch zwei andere Herausforderungen es nicht zu tun: »Kosten und Entwicklungsprozesse«.

Simulationsprofis haben besseren Chancen auf dem Arbeitsmarkt

Doch will sich Weber nicht einfach mit den Ergebnissen dieser Umfrage abfinden: »Ich möchte – gerade auch mit der Simulation Conference im Oktober – Layouter wie Entwickler dahingehend animieren, sich selber mit Simulation auseinanderzusetzen. In erster Linie ist mein Anliegen aufzuzeigen, dass Entwickler beziehungsweise Designer mit Simulationserfahrung bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt für morgen haben. Denn eins ist sicher: In drei bis fünf Jahren wird der Anteil der Designs, die ohne Simulation funktionieren, drastisch kleiner werden.«

Gründe für diesen Trend gebe es viele: Entwickler müssen sich mit vielfältigen Problemstellungen befassen; zum einen steige in vielen Neudesigns die thermische Beanspruchung, da immer mehr Leistung in kleineren Gehäusen anfalle. Zum anderen erhöhen sich bei vielen Designs die im System erforderlichen Datenraten, sodass der Entwickler bei seinen Min-Max-Analysen mit immer kleineren Margins, also Toleranzen, auskommen muss.

Ein weiterer großer Punkt, der für Simulation spricht, sei die aktive Vermeidung von Redesigns. Denn ein KMU könne sich heutzutage keine Extraschleifen mehr leisten, nur weil das Wissen, wie man Simulationen in den Designprozess einbindet, nicht vorhanden sei. Weber betont hierbei: »Lieber Terminverschiebungen riskieren, weil man zwei bis drei Redesigns sowie tage- bis wochenlange Messungen durchführen müsse, das kann doch kein Verantwortlicher für Budget und Termine akzeptieren. Wäre es nicht sicherer, sich mit den Entwicklern im Unternehmen zusammenzusetzen, um mit ihnen und der Unterstützung eines erfahrenen Simulationsexperten eine neue, risikominimierte Strategie für künftige Entwicklungsprozesse im Unternehmen zu entwickeln?«

All jene, die Interesse daran haben, wie Simulation im Entwicklungsprozess integriert werden kann, wie die Ausbildungssituation verbessert werden könnte und welche Möglichkeiten für kosteneffiziente Nutzungsmodelle zur Verfügung stehen, können sich im Web informieren: www.simulation-conference.com/de/programm.