Businessplan Wettbewerb 2018 Siegerprojekt: 3D-Drucker für die Medizintechnik

Das Münchener Hightech-Startup Kumovis gewinnt das Finale im Münchener Businessplan Wettbewerb 2018 von BayStartUP. Das Team entwickelt 3D-Drucker, die speziell auf medizintechnische Anforderungen zugeschnitten sind.
Kumovis gewann den Münchener Businessplan Wettbewerb 2018 von BayStartUP.

Das Hightech-Startup Kumovis, das das Finale im Münchener Businessplan Wettbewerb 2018 von BayStartUP gewann, entwickelt 3D-Drucker, die speziell auf medizintechnische Anforderungen zugeschnitten sind.

Der Münchener Businessplan Wettbewerb ist ein Angebot von BayStartUP, dem Netzwerk für Gründer, Unternehmen und Investoren. Er wird jedes Jahr in drei »Phasen« an die besten Startups aus München und Südbayern vergeben. Jede Phase hat unterschiedliche, steigende Anforderungen an die Teams. Alle einreichenden Teams – nicht nur die Sieger – erhalten umfangreiches schriftliches Feedback zu ihren Businessplänen von einer ehrenamtlichen Expertenjury. Sie setzt sich zusammen aus Experten aus Unternehmen sowie der Investoren- und Gründerszene.

Die Startups mit den besten Einreichungen werden zudem zu einem Pitch eingeladen, in dem sie ihr Geschäftsmodell persönlich vorstellen müssen. Die wichtigsten Kriterien bei der Auswahl der Sieger in der finalen Phase 3 waren das Wachstumspotenzial und der Innovationsgrad ihrer Ideen sowie die Planung von Umsätzen und Kapitalbedarf. Neben dem Geschäftsmodell wurden u.A. auch die Analyse von Markt und Wettbewerb sowie Teamaufstellung, Realisierungsfahrplan und Vertriebsmodell bewertet.

Platz 1: Kumovis GmbH (Life Science, Medizintechnik)

Kumovis entwickelt 3D-Drucker, die speziell auf medizintechnische Anforderungen zugeschnitten sind. Im Fokus steht die Verarbeitung des Hochleistungspolymers PEEK, das bereits in der Medizintechnik etabliert und für die Herstellung von Implantaten zugelassen ist.

Durch die Integration eines einzigartigen temperierbaren Luftkreislaufs inklusive Filtereinheiten ermöglicht die Technologie eine Reinraumumgebung innerhalb des Bauraums, zum Beispiel zur Fertigung von Schädelplatten- oder Wirbelsäulenimplantaten. Somit wird eine Kontamination des Bauteils mit Fremdpartikeln, z. B. im Innern eines gedruckten Implantats, vermieden.

Das ist wichtig für spezielle Fertigungsprozesse wie etwa in der Medizintechnik, wo gewöhnliche Partikel aus der Umgebung das Implantat verunreinigen würden. In Kombination mit einer Prozessüberwachung kann der Kumovis-3D-Drucker schließlich Produkte wie individuelle Implantate für Patienten reproduzierbar machen und in hoher Qualität herstellen.