Lesegerät für die Code-Identifikation Legen Sie Wert auf Rückverfolgbarkeit?

Kompaktes Lesegerät Matrix 300N
Kompaktes Lesegerät Matrix 300N

Jeder Fertigungsdienstleister legt großen Wert auf Rückverfolgbarkeit (Traceability) der einzelnen Fertigungsschritte. Dafür setzt er zum Beispiel Datamatrix-Codes ein, die von einem Lesegerät namens Matrix 300N identifiziert werden können.

Bei einem großen Elektronikhersteller, der elektronische Steuergeräte, Halbleiter und Sensoren herstellt, musste eine flexible Lösung für die SMT-Fertigungsstrecke realisiert werden. In den Produktionslinien werden Leiterplatten mit elektronischen Bauelementen vollautomatisch bestückt. Zudem legt das Unternehmen großen Wert auf die Rückverfolgbarkeit (Traceability) der einzelnen Fertigungsschritte. Dafür setzt der Hersteller Datamatrix-Codes ein, die von einem Lesegerät identifiziert werden müssen.  Die 2D-Codes befinden sich bei den elektronischen Komponenten und Steuergeräten als permanente Markierung (Direct Part Marking, DPM) auf der Leiterplatte und enthalten Produktinformationen wie zum Beispiel die Seriennummer.

Auf diese Weise lassen sich die einzelnen Bauteile auf ihrem gesamten Lebensweg eindeutig zurückverfolgen. Für eben diese DPM-Codes hat die Firma Datalogic ein Lesegerät namens Matrix 300N entwickelt. Das Code-Lesegerät ist mit verschiedenen Beleuchtungsvarianten und Diffusoren ausgestattet. Durch die Variation von LED-Farben und -Anordnung ermöglicht die interne Beleuchtung ein optimal ausgeleuchtetes Lesefeld. Die Codes werden zuverlässig gelesen, auch bei Hochgeschwindigkeitsanwendungen.

Datenübertragung in Millisekunden

Der Matrix 300N wurde darüber hinaus auf die speziellen Anforderungen und Wünsche des Elektronikherstellers angepasst und weiterentwickelt. So integrierte Datalogic zum Beispiel ein Feature, um einen DPM-Code partiell auslesen zu können. Auf diese Weise werden über die Schnittstelle des Scanners nur ganz bestimmte Teile des Codes übertragen. Das reduziert einerseits den Datenverkehr. Andererseits werden die Datenbanken nicht mit Informationen überflutet, die für den späteren Gebrauch nicht notwendig sind.

Der CMOS-Sensor des Lesegeräts erfasst mit 1,3 Megapixel 60 Bilder/s. Aus den Bildern decodiert der Scanner den DPM-Code. Zusätzlich zur Erfassung des Codes bietet der Matrix 300N die Möglichkeit, das Bild im Fall einer ausbleibenden Code-Identifikation (No-Read) auf einem FTP-Server abzulegen. Dafür besitzt der Scanner neben der herkömmlichen seriellen Schnittstelle einen Ethernet-Port, wodurch die Datenübertragung in Millisekunden erfolgt.

Häufig sorgen schlecht angebrachte DPM-Codes oder deren vollständiges Fehlen für ein No-Read. Durch die Übertragung auf den Server kann auch noch Wochen nach dem No-Read-Fall dessen Ursache anhand der vom Lesegerät erfassten Bilder ausfindig gemacht werden.

Scanner in verschiedenen Ausführungen

Der Matrix 300N bietet trotz seiner kompakten Bauweise eine großflächige Beleuchtung, da statt der Stirn des Gerätes die gesamte Frontseite für die Beleuchtung genutzt wird. So wird der Code gut sichtbar und gleichmäßig über das gesamte Lesefeld beleuchtet.

Zudem gibt es den Scanner in unterschiedlichen Konfigurationen: mit einer 9 mm Flüssiglinse oder einem 6, 9, 12 oder 16 mm manuellen Fokus sowie mit einem Weitwinkel und roter Beleuchtung für Hochgeschwindigkeitsanwendungen bzw. mit einer Mehrfachbeleuchtung für DPM-Codes, wie sie in der Produktion der elektronischen Komponenten und Steuergeräte eingesetzt werden.