Verband 3DDruck informiert EU-Parlament erkennt Chancen der Additiven Fertigung

Der Verband 3DDruck e.V. ist die Interessenvertretung aller Akteure rund um die 3D-Druck-Technologie im deutschsprachigen Raum.
Der Verband 3DDruck e.V. ist die Interessenvertretung aller Akteure rund um die 3D-Druck-Technologie im deutschsprachigen Raum.

Das EU-Parlament hat Ende Juni beinahe einstimmig einen Entschluss über den dreidimensionalen Druck, eine Herausforderung in den Bereichen Rechte des geistigen Eigentums und Haftpflicht (2017/2007(INI)) gefasst, der nun im Rechtsausschuss des Parlaments weiter beraten wird.

Der Verband 3DDruck, die deutschsprachige Branchenvertretung der Additiven Fertigung, setzt sich seit Gründung vor zwei Jahren sehr intensiv mit dem Thema des geistigen Eigentums im Zusammenhang mit der Additiven Fertigung auseinander und hat dazu bereits dezidiert Stellung bezogen. Mit großer Aufmerksamkeit werden daher die Entwicklungen auf europäischer Ebene verfolgt.

»Wir begrüßen es sehr, dass sich das Europäische Parlament mit dieser für die Industrie und Verbraucher immer bedeutsamer werdenden Thematik auseinandersetzt. Chancen und Risiken der Technologie werden vom Europäischen Parlament präzise dargelegt. Unser Verband hat klare Positionen mit Blick auf das Recht am persönlichen Datensatz, hinsichtlich des Wettbewerbsrechts und der gewerblichen Schutzrechte sowie bezüglich der Produkthaftung formuliert«, sagt der Fachanwalt für gewerblichen Rechtsschutz und Finanzvorstand des Verbandes, Dr. Markus Wiedemann.

»Auf europäischer Ebene wäre es wünschenswert, den 3D-Druck auch im Lichte der Know-how-Schutzrichtlinie (Richtlinie (EU) 2016, 943) zu betrachten. Know-how, d.h. nicht schutzfähiges Erfahrungs- und Prozesswissen, spielt in der additiven Fertigung eine herausragende Rolle. Die Richtlinie erweitert unter anderem die Möglichkeiten des Re-Engineerings, d.h. der Zerlegung und Analysierung von frei auf dem Markt verfügbaren Waren. Durch stets verbesserten 3DScan und den 3DDruck bestehen Gefahren für das geistige Eigentum der Hersteller. Hier wünschen wir uns eine Klarstellung, wie der EU-Gesetzgeber den Schutz vor Imitaten sicherstellen will«, so Dr. Wiedemann.