Sonderentwicklung mit Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung: Bruchfeste Keramik in wichtigem Detektor

Die Rosetta-Landeeinheit Philae.
Die Rosetta-Landeeinheit Philae.

Die Raumsonde Rosetta hat die Landeeinheit Philae auf dem Zielkometen 67P/Tschurjumow-Gerasimenko abgesetzt. Ziel der Mission war die Erforschung der Kometenoberfläche mit zahlreichen Messinstrumenten wie einem Gasanalysator. Dessen wichtigster Teil ist ein Detektor mit der Funktion eines Elektronenvervielfachers, der aus Technischer Keramik des Unternehmens Sembach hergestellt worden ist.

Eine besondere Rolle spielte dabei die Eigenentwicklung des heutigen Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung. Anstelle käuflicher Kanalvervielfacher setzt man auf eine Kombination mit Technischer Keramik, um das fragile Teil vor Bruch beim Raketenstart oder bei der Landung auf dem Kometen zu schützen.

Es werden viele kleine, technische Details sein, die über den Erfolg der internationalen Raumfahrtmission Rosetta entscheiden. Nach zehn Jahren Reisezeit und einer sechs Milliarden Kilometer langen Wegstrecke durch das All hatte die Raumsonde Rosetta vor einigen Monaten den Zielkometen 67P/Tschurjumow-Gerasimenko erreicht – mit an Bord: die Technische Keramik des fränkischen Unternehmens Sembach Technical Ceramics. Die Sonde der Europäischen Weltraumagentur ESA inklusive ihrer Landeeinheit Philae (Bild) ist mit insgesamt 21 wissenschaftlichen Instrumenten bestückt.

Bei einem der Instrumente handelt es sich um einen Gas-Chromatografen mit Ionenfallen-Massenspektrometer. Dieser Gasanalysator, genannt Ptolemy, soll die Isotopen-Zusammensetzung der Kometen-Kernoberfläche messen. In Kombination mit zahlreichen Tests und Analysen anderer Messinstrumente gibt Ptolemy Aufschluss darüber, ob Kometeneinschläge für die Entstehung von Leben auf der Erde von Bedeutung gewesen sind.