Standex-Meder Electronics Reed-Relais für Isolationsmessungen in E-Mobilen

Energiebedarf der Spule beträgt wenige Milliwatt

Um nun von einem reinen Sensor zu einem Relais zu gelangen, wird der Reedkontakt in eine Spule eingeführt, welche – sobald sie Strom führt – ein magnetisches Feld erzeugt. Durch ihre zylindrische Form wird der Magnetfluss in der Mitte der Spule auf die Schaltzungen konzentriert und kann diese berührungslos schließen. Diese Art der Anordnung hat sich als die Effektivste im Hinblick auf den Energiebedarf bewährt. Je nach Spulenabmessung kann dieser zwischen zehn und einigen hundert Milliwatt betragen. Für ein inaktives Normally-Open-Reed-Relais wird keine Spulenspannung benötigt.

Schockbeständigkeit ist ein wichtiges Leistungsmerkmal

Mechanische Stabilität und Schockbeständigkeit sind wichtige Anforderungen an das Relais, daher wird das Modul – bestehend aus Spule und Reedkontakt – von einem Gehäuse umschlossen. Unter anderem garantiert dies auch eine bessere Beständigkeit gegenüber Temperaturschwankungen und andere externe Einflüsse. Abhängig von den geforderten Parametern wird hierfür entweder eine Vergusstechnik mit Kunstharz wie Polyurethan oder eine Spritzgusstechnik mit Epoxid genutzt.

Die Variante des Vergießens eignet sich für kompliziertere innere Anordnungen mit mehreren Schaltern oder für große Hochspannungsrelais, wo viel schützendes Umgebungsmaterial benötigt wird. Gemoldete Relais hingegen überzeugen mit einem robusten und kompakten Gehäusedesign, welches sich gerade in widrigen Umgebungen oder in Produktionsprozessen wie Reflow-Löten bewährt.

Das Know-how der Fertigung guter Relais liegt in der Balance zwischen den erwähnten, teils sehr widersprüchlichen Anforderungen wie geringe Größe, geringes Gewicht, Schockresistenz, hoher Isolations- und Schaltspannung, geringer Verbrauch und andere Parameter, die für Anwendungen wie BMS und medizinische Applikationen benötigt werden.