Zangen für Elektronikbauteile Passende Werkzeuge für den jeweiligen Einsatzfall

Anforderungen an die Schneid-Kapazität

Die Anforderungen an die Schneidkapazität derartiger Zangen bewegen sich meist im Bereich von weichen und mittelharten Drähten (Al/Cu) bis hin zu harten Drähten, zu denen nicht rostender Stahldraht zählt. Die Zugfestigkeit der Drähte bewegt sich im Bereich von 220 bis 1800 N/mm2. Schon seltener findet man die Anforderung, so genannten Pianodraht zu schneiden, der eine Zugfestigkeit bis 2400 N/mm2 aufweist.

Die Schneidkapazität einer Zange hängt von zwei Faktoren ab: von der Qualität an sich und von der Art und Weise, wie das Gelenk montiert wurde.

Ein durchgestecktes Gelenk ist vom Prinzip her robuster als ein geschraubtes oder aufgelegtes Gelenk. Beim durchgesteckten Gelenk liegt der Nachteil darin, dass es bei Belastung der Zange zu einem gewissen Spiel am Gelenk kommen kann. Vorteilhafter ist hier das geschraubte Gelenk, das mittels Schraube nachjustiert werden kann. Bei einer durchgesteckten oder genieteten Zange gibt es diese Möglichkeit nicht.

Die Firma Phoenix Contact bietet ein umfassendes Programm an Elektroniker-Zangen an, das genau diese unterschiedlichen Anforderungen erfüllt. Wie alle Handwerkzeuge aus dem Werkzeug-Programm Toolfox, besitzen die Mikrozangen speziell geformte Zwei-Komponenten-Griffe. Dadurch kann der Anwender sie sicher halten und ermüdungsfrei mit ihnen arbeiten.

Die Zangen der Baureihe Microfox, wie sich das Programm der Elektroniker-Zangen nennt, werden aus hochwertigem Spezial-Werkzeugstahl hergestellt. Eine Öffnungsfeder sorgt für ein gleichmäßiges und leichtgängiges Öffnen der Zange. Damit der Anwender über einen langen Zeitraum eine gleich bleibende Schneidleistung erzielt, wurden die Schneidflächen zusätzlich induktiv gehärtet. Ein Präzisionsschliff an der Schneide sorgt für einen exakten Schnitt bei geringem Kraftaufwand.

Im ESD-Bereich arbeitet der Werkzeughersteller mit geschraubten Gelenken. Die Anforderungen an die Schneidleistungen sind hier nicht so hoch; stattdessen kommt es mehr auf Präzision an. Wichtig ist auch, dass elektrostatische Energie entsprechend der Normen und Vorschriften - wie DIN EN 61340-5 - abgeführt wird.