Zangen für Elektronikbauteile Passende Werkzeuge für den jeweiligen Einsatzfall

Schneiden mit oder ohne Wate

Die größte Herausforderung liegt beim Schneiden, zumal die Werkzeuge große Unterschiede hinsichtlich Schneidkapazität und Schnittbild zeigen. Beim Schneiden von feinsten Drähten unterscheidet man verschiedene Schnittformen - zum Beispiel mit normalgroßer Wate, mit kleiner Wate oder ganz ohne Wate. Beim Schnitt mit Wate bleibt eine Schnittkante stehen, die die Form einer Pyramide besitzt. Zangen, die Schnitte mit Wate erzeugen, werden immer dann genutzt, wenn kein besonderer Wert auf einen planen Schnitt gelegt wird.

Bei der Bestückung von Leiterplatten hingegen, wo die Bauteile verlötet werden, können Schnitte mit Wate Probleme verursachen, da sich Lötfahnen am Drahtende bilden können. Daher verwendet man in diesem Bereich auch Schneidzangen ohne Wate. Diese hinterlassen nur minimale und meist unproblematische Schnittkanten.

Während ein vollständig planer Schnitt bei Standardanwendungen der Elektrotechnik kaum erforderlich ist, kann er in der Medizintechnik oder in der Raumfahrt durchaus auf der Anforderungsliste stehen. Grundsätzlich gilt, dass jede Wate aus einer eingeschränkten Schneidleistung resultiert. Eine präzise Definition der einzelnen Schnittformen sowie auch weiterer Anforderungen an den Schneidvorgang finden sich in der DIN ISO 5742.