Snap-in-Verfahren Litzendrähte perfekt anschließen

Der Snap-in-Anschluss vereinfacht die Verdrahtung von schweren Steckverbindern für flexible, feindrähtige Leiter ohne aufgecrimpte Aderendhülse.

Flexible, feindrähtige Leiter, ohne aufgecrimpte Aderendhülse, lassen sich beim Snap-in-Anschlussprinzip (Fa. Weidmüller) einfach und ohne Werkzeug in die offene Anschlussstelle einstecken (Bild 1). Ein Werkzeug ist nicht notwendig. Das offene Anschlusssystem ist so gestaltet, dass es selbsttätig schließt, sobald der abisolierte Leiter die richtige Position erreicht hat und die Feder auslöst. Das Funktionsprinzip ist vergleichbar mit einer Mausefalle.

Mit einem „Klick“ schließt der Kontakt und hält den Leiter vibrationssicher. So entfällt das Aufcrimpen der Aderendhülse, so dass sich Material-, Verarbeitungskosten und Zeitaufwand reduzieren. Der Anschluss ist laut Hersteller rüttelsicher. Flexible, feindrähtige Leiter von 1 bis 2,5 mm2 ohne aufgecrimpte Aderendhülsen können schnell angeschlossen werden. Feindrähtige Leiter mit Aderendhülse und Kunststoffkragen im Leiterquerschnittsbereich von 0,5 mm2 bis 2,5 mm2 (AWG 20 bis 16) sind auch bei der Snap-in-Anschlusstechnologie weiterhin möglich. Die Verbindung widersteht auch starken Erschütterungen und Vibrationen.

Durch Betätigen des Pushers lässt sich die Anschlussstelle öffnen, der angeschlossene Leiter kann entnommen werden (Bild 2).

Angeboten werden festpolige Einsätze in den Polzahlen 6, 10, 16 und 24 (Baugröße 3, 4, 6 und 8), Bemessungsspannung 500 V / 16 A. Die Bemessungsspannung gemäß DIN EN 61984 beträgt 500 V und nach UL/CSA 600 V AC/DC. 16 Ampere ist der Bemessungsstrom (DIN EN 61984) .

Mit den neuen HDC-Einsätzen soll sich, laut Hersteller, die Verdrahtung zuverlässiger, schneller, flexibler und einfacher durchführen lassen. Jede Kontaktstelle der HDC-Snap-in-Einsätze und -Module ist zudem mit einer „Prüfstelle“ versehen, so dass Testabgriffe mit den Standard-Testspitzen zum Beispiel eines Multimeters vorgenommen werden können.

Snap-in-Anschlüsse lassen sich im Temperaturbereich von -40 °C bis 125 °C einsetzen. Sie sind steckkompatibel zu den bestehenden HDC-HE-Einsätzen mit Crimp-, Schraub-, Zugfeder- und Push-in-Anschlusstechnik.    sd