Elektroaltgeräte Lichtschalter, Steckdosen, etc. gelten künftig als Geräte

Passive Geräte, wie konfektionierte Verlängerungskabel, Lichtschalter, Steckdosen und Stromschienen, fallen in Deutschland am 1. Mai 2019 unter das ElektroG
Passive Geräte, wie konfektionierte Verlängerungskabel, Lichtschalter, Steckdosen und Stromschienen, fallen in Deutschland am 1. Mai 2019 unter das ElektroG

Zum 1. Mai 2019 fallen auch in Deutschland passive Geräte unter den Geltungsbereich des Elektro- und Elektronikgerätegesetzes (ElektroG). Die Stiftung Elektro-Altgeräte Register (EAR) passt sich damit anderen EU-Mitgliedstaaten an.

Anders als zahlreiche andere EU-Staaten sieht die Stiftung EAR (Elektro-Altgeräte Register) viele Elektrogeräte, die Ströme lediglich durchleiten, sogenannte »passive« Geräte, bislang nicht im Anwendungsbereich des Elektro- und Elektronikgerätegesetzes (ElektroG). Ab dem 1. Mai 2019 passt die Stiftung EAR ihre Praxis dahingehend an und stuft auch passive Endgeräte als Elektro- oder Elektronikgerät ein; diese werden damit registrierungs- und meldepflichtig.

»Unser Ziel ist es, die WEEE-Richtlinie im Einklang mit anderen EU-Staaten umzusetzen. Damit arbeiten wir auf eine europaweite Harmonisierung hin, die im Sinne der Hersteller ist.« kommentiert Stiftungsvorstand Alexander Goldberg die Änderung.

Unterscheidung zwischen Endgeräten und Bauteilen

Auch bei passiven Geräten ist die Unterscheidung zwischen Endgeräten und Bauteilen wichtig. Im Gegensatz zu Endgeräten, die in den Anwendungsbereich des ElektroG fallen, bleiben Bauteile auch weiterhin davon ausgenommen. Zu den passiven Endgeräten gehören beispielsweise fertig konfektionierte Verlängerungskabel, Lichtschalter, Steckdosen und Stromschienen. Als Bauteile eingestuft werden z.B. Kabel als Meterware, Aderendhülsen und Ringkabelschuhe.