Swissloop-Team der ETH Zürich ist dabei Elon Musks Hyperloop Competition

Miguel und Tamara montieren die Elektronik und Steckverbinder am Swissloop Pod.
Miguel und Tamara montieren die Elektronik und Steckverbinder am Swissloop Pod.

Am 12. Juni wurde in Zürich der 2019-Pod von Swissloop vorgestellt: »Claude Nicollier«. Das junge Projektteam der Schweizer ETH nimmt mit der Transportkapsel erneut an Elon Musks Hyperloop Competition am 21. Juli in Kalifornien teil.

Elon Musks Hyperloop Competition zum Hochgeschwindigkeitsverkehrssystem in einer Vakuumröhre geht in eine neue Runde. Bereits im Herbst letzten Jahres fanden die Vorqualifikationen statt. Das technische Konzept des neu formierten jungen Swissloop-Teams der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich gewann bei der zweiten Prüfungsrunde Anfang des Jahres den Zuschlag für die Reise zum SpaceX Areal.

Klare technische Richtlinien im Wettbewerb

Technische Vorgaben in dem Wettbewerb sind klar definiert: maximale Geschwindigkeit, Selbstantrieb und erfolgreiche Abbremsung der Transportkapsel. Benchmark sind die vom letztjährigen Sieger erreichten 457 km/h des Teams der Technischen Universität München. Leicht aber robust muss die Konstruktion sein, um den Kräften standzuhalten. Das Engineering-Team für Batterie und Antrieb muss eine leistungsstarke und für Vakuumbetrieb dichte Lösung entwickeln. Gefragt sind neben Erfindergeist, Kreativität, Expertenwissen und Zielstrebigkeit auch Industrie-Partner mit Know-how und Technik. So unterstützt eine große Zahl von Sponsoren das Swissloop-Team nicht nur mit finanziellen Mitteln, sondern auch mit Werkzeugmaschinen, Wissen und Material.

Von Stäubli kommen die leichten, kompakten elektrischen Steckverbinder zwischen den Batterien und den auf dem Linearmotor montierten Wechselrichtern. Das frei konfigurierbare, modulare CombiTac-System transportiert hier sicher, zuverlässig und verlustfrei elektrische Leistung und Signale zur Überwachung und Steuerung. Steckbare Verbindungen sorgen für einen schnellen und fehlerfreien Wechsel der Batterien. Auch die MSD-Anwendung (manual safety disconnect) wird mit dem CombiTac Steckverbinder von Stäubli realisiert.

Auf geht's nach Los Angeles

Miguel Angel Quero Corrales ist Elektro-Ingenieur und im jungen Team verantwortlich für die Entwicklung und das Batterie-Design. Er erklärt: »Wir benötigten Steckverbinder, welche einen sehr geringen Übergangswiderstand aufweisen und so eine hohe Energieeffizienz ohne Leistungsverluste ermöglichen. Die Robustheit des CombiTac Systems und die Kombinationsmöglichkeiten von Niederspannung zur Signalübertragung des Batteriemanagements sowie Leistungskontakten für den Antrieb, sind für unser Projekt hilfreich.«

Für die Team-Mitglieder von Swissloop ist das Projekt eine einzigartige Erfahrung. Tamara Hoffmann, Mechanik und Konstruktion: »Wir sind Teil eines großen Prozesses: von der ersten Idee über Print-Pläne und CAD-Modelle zu fertig funktionierenden Komponenten.« Die jungen Talente arbeiten nun die letzten Wochen auf Hochtouren vor Versand und Reise zur vierten Durchführung der Hyperloop Pod Competition in Los Angeles.