Vielseitig und ergonomisch Elektronikgehäuse für die ­Medizintechnik

Die vielseitig anwendbaren Elektronikgehäuse der Bocard-Baureihe des in Bünde ansässigen Gehäusespezialisten Bopla erfüllen selbst die hohen Ansprüche für den medizintechnischen Einsatz. Das hat auch Microtec bei seiner Suche nach einem passenden Konsolengehäuse erkannt.

Microtec ist spezialisiert auf die Entwicklung eingebetteter elektronischer und mechatronischer Systeme sowie Test-Engineering-Dienstleistungen, industrielle Verkabelungen, kleine und mittlere Serien sowie betriebliche Wartung. Die Kunden des Unternehmens stammen dabei aus vielfältigen Bereichen wie der Luft- und Raumfahrt, der Automobilindustrie und dem medizinischen Bereich.

Aus der Medizintechnik kam auch einer der jüngsten Aufträge für Microtec. Das Unternehmen Z Violyne stellt ein gleichnamiges Produkt zur magnetischen Zellstimula­tion her. Teil des Produkts ist eine Konsole mit Touchdisplay, über das der Patient beziehungsweise der Therapeut die Stärke des Magnetfeldes und des Energieflusses sowie die Dauer der Behandlung einstellen kann. Microtec erhielt den Auftrag zur Fertigung dieser Konsole inklusive Entwicklung der entsprechenden Elek­tronik und Steuerungssoftware.

Auf der Suche nach einem möglichen Lieferanten für ein passendes Konsolengehäuse wurde Microtec im Internet fündig: Bopla Gehäuse Systeme konnte mit seinem flachen lichtgrauen Gehäuse mit Foliendeckel aus der Bocard-Baureihe alle Anforderungen von Microtec erfüllen. Das modulare Gehäusesystem passt sich nahezu jeder Anforderung an. Dazu trägt der optional flexibel positionierbare und abtrennbare Klemmenraum ebenso bei wie das umfangreiche Zubehör.

Durch Hartpapier-Trennplatten, Frontplatten aus Aluminium, Wandbefestigungen und schwenkbare Griffe beziehungsweise Aufstellbügel sind Bocard-Gehäuse, die in insgesamt fünf Grundgrößen, zwei Höhen und mit sechs Fronten erhältlich sind, vielseitig anwendbar. Bei dem um 180° klappbaren Gehäusedeckel hat der Anwender zu­dem die Wahl zwischen einer glasklaren Version im licht- oder graphitgrauen Rahmen sowie einem blickdichten Foliendeckel in licht- oder graphitgrau mit abgesenkter Fläche für die Integration einer Folientastatur, für den sich auch Microtec entschied. Eine Zwischenrastposition bei 90° verhindert ein unkon­trolliertes Zufallen des Deckels, der wahlweise mit der Hand oder per Werkzeug geöffnet werden kann und optional auch mit einem Zylinderschloss lieferbar ist.

Ergonomische Handhabung

Da das Gehäuse als mobile Konsole genutzt wird, entschied sich Microtec für ein flaches Unterteil. Damit ist das »Z Violyne«, das mit einer Länge von 229 mm und einer Breite von 203 mm in etwa über die Abmessungen einer DIN-A4-Seite verfügt, nur 59 mm hoch. Für eine ergonomische Handhabung lassen sich rückseitig am Unterteil Griffelemente befestigen. Sie verdecken gleichzeitig die dort vorhandenen Montageöffnungen. Diese Option wählte auch Microtec, da bei der Entscheidung für ein geeignetes Konsolengehäuse neben der Anpassungsfähigkeit des Grundgehäuses insbesondere die Ergonomie und nicht zuletzt auch die Farbe – ein für medizintechnische Geräte typisches freundliches Lichtgrau – ausschlaggebend waren.

Neben den beiden Griffelementen verbessern zwei Aufstellbügel die Geräteergonomie. Sowohl Griffe als auch Aufstellbügel gehören zum Bocard-Standardzubehör. Microtec wählte bei den Griffen die Sonderfarbe Lichtgrau (RAL 7035) – Standard wäre graphitgrau gewesen – und höhere Sonderstellbügel. Sie sorgen für einen steileren Aufstellwinkel des Geräts und damit für eine bessere Sicht der Patienten auf den Bildschirm auch im Liegen.