Leoni AG »Durchwachsene« Halbjahres-Ergebnisse

Dieter Bellé, Vorstandsvorsitzender der Leoni AG
Dieter Bellé, Vorstandsvorsitzender der Leoni AG

Die Leoni AG konnte im ersten Halbjahr 2016 gestützt auf eine gute operative Entwicklung in beiden Unternehmensbereichen organisch leicht wachsen. Allerdings sank der Konzernumsatz von Januar bis Juni 2016 auf 2.237,5 Mio. Euro in Relation zu 2.264,5 Mio. Euro im Vergleichszeitraum 2015.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) belief sich in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres auf 61,9 Mio. Euro (Vorjahr: 85,5 Mio. Euro). Es enthielt wie geplant hohe Restrukturierungsaufwendungen von 21,1 Mio. Euro (Vorjahr: 1,5 Mio. Euro), die überwiegend im zweiten Quartal entstanden. Bereinigt um diese Kosten, die vor allem für die Transformation des Unternehmensbereichs Wiring Systems anfielen, errechnet sich ein Halbjahres-EBIT von 83,0 Mio. Euro (Vorjahr: 87,0 Mio. Euro).

Im zweiten Quartal erzielte die Leoni AG ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern von 37,6 Mio. Euro (Vorjahr: 50,4 Mio. Euro), und das um Restrukturierungsaufwendungen bereinigte EBIT stieg von 51,9 Mio. Euro auf 56,4 Mio. Euro. An dieser über den Erwartungen liegenden Ertragsentwicklung hatten auch positive Sondereffekte einen Anteil. Sie ergaben sich im Wesentlichen aus Wechselkursveränderungen, die sich im Ergebnis, anders als beim Umsatz, erhöhend auswirkten, und der Auflösung von Rückstellungen.

Entwicklung des Leoni-Konzerns

Im zweiten Halbjahr 2016 geht der Vorstand der Leoni AG prognosekonform von einem saisonal bedingt leicht niedrigeren Umsatz und einem entsprechend geringeren Ergebnis als in der ersten Jahreshälfte aus. Außerdem ist nicht mit positiven Sondereffekten in vergleichbarem Umfang zu rechnen.

Daher bestätigt der Vorstand die nunmehr eher als konservativ einzuschätzende Prognose für das Gesamtjahr 2016: Der Konzernumsatz wird sich aus heutiger Sicht auf rund 4,4 Mrd. Euro belaufen, wobei der leichte Rückgang um circa 2 Prozent gegenüber Vorjahr vor allem auf den niedrigeren Kupferpreis, den Wegfall des Geschäftsvolumens der chinesischen Gesellschaft in Langfang aufgrund der Einbringung in ein Joint Venture sowie die schwächere Konjunktur in China und anderen wichtigen Märkten zurückzuführen ist.