Anwendungen spezifizieren Bremswiderstände: Welchen nehm' ich jetzt?

Widerstände im Aluminiumprofil (niedrige und mittlere Leistungsstufe)
Widerstände im Aluminiumprofil (niedrige und mittlere Leistungsstufe)

Es ist häufig schwierig den benötigten Bremswiderstand für eine bestimmte Anwendung genau zu spezifizieren. Es spielen verschiedene Anwendungs- und Umgebungsparameter eine Rolle, die nicht immer alle von vornherein feststehen, aber spezifiziert werden müssen, um den geeigneten Bremswiderstand für die Anwendung auszuwählen.

Um den richtigen Bremswiderstand für eine Anwendung auszuwählen, wird zuerst der Ohmwert benötigt. Für Bremsanwendungen liegt der Wert zwischen einem Minimum der maximalen Strombelastung von anderen Bauteilen, etwa einem Leistungshalbleiter der die Kontrolle einer Kondensator-Entladeeinheit verwaltet, und einem Maximum  des zu bremsenden Drehmoments. Neben dem benötigten Ohmwert gibt es verschiedene Faktoren, die die  Auswahl des richtigen Widerstandes beeinflussen. Das Bild zeigt verschiedene Versionen von Bremswiderständen im Aluprofilgehäuse für kleine und mittlere Leistungsausführungen.

Zur generellen Definition des benötigten Bremswiderstandes muss zuerst die Leistung  und die benötigte Arbeitstemperatur  festgelegt werden. Die Auswahl der Leistung wird bestimmt durch die Energie, die bei jedem Bremsvorgang absorbiert werden muss, der zu Verfügung stehenden Abbremszeit, den Wiederholungen und der Pause zwischen den Bremsvorgängen.  Wenn also Ek die kinetische Energie des Motors mit der zu bremsenden Last und n die Anzahl der Wiederholungen an Bremsvorgängen in einer Stunde ist, so ist die zu definierende Leistung mit der Formel P=(Ek x n)/3600 zu berechnen.

Es gibt allerdings ein paar Hürden, die bei der Festlegung der Parameter zu überwinden sind. Zwar ist die Kalkulation relativ simpel, doch liegen nicht immer alle Informationen von vornherein vor und das Sammeln und Festlegen aller benötigten Werte stellt den Entwickler häufig vor ein paar Schwierigkeiten.