Arrow Electronics KI leichter einbinden

Arrow Electronics vereinfacht die Einbindung von künstlicher Intelligenz (KI) in Hochleistungsrechensysteme über eine Softwareplattform, die mit der neuen Beschleunigerkarte 385A FPGA von BittWare läuft.

Das Entwicklerteam von Arrow hat einsatzbereite Softwaremodule in OpenCL entwickelt, die Anwendern dabei helfen sollen, benutzerdefinierte Systeme für rechenintensive Arbeits­abläufe in Anwendungen wie Bildbearbeitung und Gesichtserkennung zu erstellen. OpenCL sorgt dabei als standardisierte, offene Umgebung zur parallelen Programmierung von heterogenen Rechensystemen, die Standard-Programmiersprachen anbietet und APIs enthält, dafür, dass Anwender ihre Projekte mithilfe von vertrauten Methoden abschließen können. Darüber hinaus bietet die neue KI-Plattform einen Compiler, mit dem sich auf Wunsch auch eigene Anwendungen realisieren lassen.

Die Module werden auf der Beschleunigerkarte vorinstalliert ausgeliefert und beinhalten aktuell Vektoraddition, FFT und 2-dimensionale FFT, Edge-Erkennung, Dateitranscodierung, Gesichts­erkennung und Sobel-Edge-Erkennung. Das Team von Arrow arbeitet an der Entwicklung neuer Funktionen. Eine Integration gängiger KI-Frameworks wie Caffe und TensorFlow ist aktuell in Arbeit, wobei auch hier OpenCL genutzt wird, um eine effiziente KI-Einbindung zu unterstützen.

Entwicklersupport

BittWare 385A enthält ein Intel Arria 10 1150 GX FPGA, das über PCIe Gen 3x8 mit dem Host und direkt mit zwei optischen 40-Gbit-Ethernet-QSFP+-Schnittstellen zur Off-Board-Kommunikation verbunden ist. Die speziell für hohen Datendurchsatz entwickelte Karte enthält zwei 4-16GB-DDR3-Bänke, die Transferraten bis zu 2133 MT/s verarbeiten können. Das Arria 10 GX bietet eine heterogene Beschleunigung und kombiniert Gleitkomma-Hard-DSP-Blöcke mit speicherprogrammierbaren Strukturen. Als Support für Entwickler enthält die Beschleuniger­karte sämtliche Demos und bietet Unterstützung für das BittWare OpenCL HPC-Board Support Package (BSP) und das Intel FPGA OpenCL SDK. Mittels der vorinstallierten Realsense-Kamera lassen sich die Demos schnell starten.

Über das Testdrive-Programm von Arrow erhalten Entwickler Zugang zur neuen KI-Plattform und können die Entwicklungstools unentgeltlich bis zu 28 Tage testen.