Conrad Filialen wieder geöffnet »Diese Ausnahmesituation betont Vorteile digitaler Arbeitsweisen«

Live aus dem Homeoffice: Conrad Electronic behält auch in der Corona-Krise den direkten Draht zu seinen Kunden,
Live aus dem Homeoffice: Conrad Electronic behält auch in der Corona-Krise den direkten Draht zu seinen Kunden,

Zügig eingerichtetes Homeoffice, Notfallfond für Mitarbeiter mit besonderem Härtefall, Plattfomrökonomie und Community-Management für den Kundenservice: Conrad hat schnell auf die Corona-Krise reagiert. Die Digitalisierung zeige jetzt ihre Vorteile, meint Ralf Bühler, CSO B2B bei Conrad Electronic.

Rund einen Monat ist es jetzt her, dass das Coronavirus in Deutschland Geschäftsschließungen erforderlich gemacht hat. Für Handelsunternehmen Zeit, ein erstes Zwischenfazit zu ziehen: »Der Schutz und die Gesundheit unserer Mitarbeiter, Kunden und Geschäftspartner waren und sind für uns der Kompass unseres Handelns«, so Ralf Bühler, CSO B2B bei Conrad Electronic. Bereits Mitte Februar trat der für verschiedene Krisen- und Notfallszenarien trainierte interne Krisenstab zusammen. Das gab Conrad ausreichend Vorlauf, präventive Maßnahmen im Hinblick auf den Umgang mit COVID-19 einzuleiten. Das vorausschauende Vorgehen ermöglichte es, innerhalb von drei Tagen 99,5 Prozent der in der Conrad Zentrale Beschäftigten im Homeoffice arbeitsfähig zu machen. »Als Technikpionier haben wir schon sehr früh mit der digitalen Transformation unseres Unternehmens begonnen. Die aktuelle Ausnahmesituation unterstreicht den Vorteil digitaler Arbeitsweisen, jederzeit und von überall aus schnell und flexibel agieren zu können«, so der Conrad CSO.

Trotz Filialschließungen und Homeoffice kommt der persönliche Kontakt bei Conrad Electronic nicht zu kurz, wie Bühler erläutert: »Eine zukunftsweisende Plattformökonomie besteht unserer Überzeugung nach aus Menschen und Maschinen: Ob über die neue Conrad Community Conrad@YourSide, Customer Care, Vertrieb oder Businessberater – unsere Kunden können sich darauf verlassen, dass ihnen bei Conrad nach wie vor persönliche Ansprechpartner und versierte Technikexperten zur Verfügung stehen. Und wir sind stolz, dass wir diesem Wunsch unserer Kunden auch in der Krise nachkommen können.«

Die Corona-Krise hat es nochmals verdeutlicht: Plattformen sind die Zukunft

In diesen herausfordernden Zeiten hält den Omnichannel-Anbieter Conrad Electronic sein Online-Geschäft auf Kurs: Der Online-Shop auf conrad.de funktioniert reibungslos und ist mit seinen mehr als fünf Millionen Produkten rund um die Uhr erreichbar. Auch im Sinne einer hohen Lieferfähigkeit und zuverlässigen Supply-Chain hätten sich proaktives Handeln und der offene Umgang mit Lieferanten bewährt, berichtet Ralf Bühler: »Unser Einkauf hat sich frühzeitig mit unserem internationalen Lieferantennetzwerk darum gekümmert, die Warenverfügbarkeit für unsere Kunden sicherzustellen und Lagerbestände entsprechend erhöht«, sagt  Bühler.

Der Conrad Spirit: Fairer Umgang mit den Mitarbeitern

»Für einen reibungslosen Ablauf sorgen vor allem auch die Mitarbeiter in der Logistik, die derzeit alle Hände voll zu tun haben und einen großartigen Job machen«, führt Ralf Bühler aus. Frühzeitig wurde in der Conrad Logistik für höchstmögliche Hygiene- und Sicherheitsstandards gesorgt. Außerdem erhalten alle dort Arbeitenden für die Monate März und April eine Prämie in Form eines Zuschlags entsprechend ihrer persönlichen Einsatztage vor Ort, der mit dem Gehalt im Folgemonat steuer- und sozialversicherungsfrei ausgezahlt wird. Dieser Teamspirit, der das Familienunternehmen Conrad seit Jahrzehnten auszeichnet, ist gerade jetzt besonders spür- und sichtbar: Die Auszubildenden unterstützen ihre Kollegen in der Logistik, die wiederum bereit sind, samstags zu arbeiten, um die schnelle und pünktliche Belieferung der Kunden auch in diesen herausfordernden Zeiten sicherzustellen.

Auch wurde für die Filialmitarbeiter nach Lösungen und unterstützenden Maßnahmen gesucht: »Für einige Kollegen, die in den nahegelegenen Filialen Wernberg, Nürnberg und Regensburg beschäftigt sind, konnten wir über den Einsatz im nahegelegenen Logistikzentrum eine kurzfristige Lösung finden. Den Großteil der Filialmitarbeiter mussten wir jedoch – bis auf ein Kernteam sowie die Geschäftskunden-Betreuer – in Kurzarbeit schicken«, so Ralf Bühler. Um ihnen aktiv unter die Arme zu greifen, haben die Conrad Geschäftsführung und der Betriebsrat eine Aufstockung des Kurzarbeitergelds auf 80 Prozent vereinbart. Außerdem wurde ein Nothilfefonds für Mitarbeiter eingerichtet, bei denen die Kurzarbeit zu übermäßigen Härten führt.

Solidarität und Fairness mit Geschäftspartnern

»In unserer DNA als traditionsreiches Familienunternehmen ist ein fairer und vertrauensvoller Umgang  mit unseren Partnern fest verankert - und ganz besonders gilt dies in schwierigen Zeiten«, untermauert Ralf Bühler die Haltung von Conrad. Dementsprechend kamen für die Conrad Geschäftsführung nicht abgesprochene Kürzungen von Mieten für die Filialstandorte zu keinem Zeitpunkt infrage. „Unser Verhaltensmodell war auch in der Krise das faire und transparente Gespräch mit unseren Geschäftspartnern, um gemeinsame Wege zu finden, wie die Krise für beide Seiten gut bewältigbar ist“, so Ralf Bühler weiter. Gleiches gilt für Hersteller und Lieferanten: »Wir haben von Anfang an alle Bestellungen aufrechterhalten, nichts storniert, Ware wie vereinbart abgenommen und zu den vereinbarten Regelungen bezahlt.« In Zeiten, in denen der Stationärhandel fast komplett wegbricht, stellt Conrad durch seine Online-Kanäle gute Absatzmöglichkeiten für Lieferanten sicher.

Zudem ermöglicht der Conrad B2B Marketplace mit seinem einfachen und schnellen Onboarding-Prozess anderen Händlern und Herstellern, sich neue Zielgruppen zu erschließen. So unterstützt Conrad mit seinem eCommerce-Angebot seine Partner dabei, ihr Geschäft auch in Zeiten von Corona voranzutreiben und weiter auszubauen.