Atlantik Elektronik bündelt Dienste 5G unter Dach und Fach

Unter der Marke »5G Haus« versammelt Atlantik Elektronik eine Palette an Dienstleistungen. Zentrales Ziel ist bei der Entwicklung für den neuen Mobilfunkstandard zu unterstützen.

Eine zentrale Anlaufstelle für 5G-Entwicklung – das will ab sofort der Distributor Atlantik mit einem breiten Partnernetzwerk bieten. Auf der Embedded World 2020 stellte das Unternehmen die neue Marke »5G Haus« vor.

Seit kurzem teilen sich Projektmanager, Field Application Engineers und Antennen- sowie HF-Spezialisten für 5G-Entwicklungen ein Dach: Der Distributor Atlantik Elektronik informierte auf der Embedded World 2020 über die neue Marke »5G Haus«. Von München aus will der Handelspartner damit Entwicklern zielgerichtet helfen, Projekte umzusetzen, mit Kunden gemeinsam Möglichkeiten zur Realisierung finden und die Zusammenarbeit mit Partnern aus verschiedenen Bereichen koordinieren. Verermehrte PR-Events und Trainings, Workshops und Seminare sind zusätzlich geplant. Den Anfang macht am 24. Juni die 5G Conference in München.

Im 5G Haus stehen Dienstleistungen für Hardware und Software, inklusive Entwicklungsdienstleistungen, sowie darüber hinaus Antennendesign, Sensorik und Kameras, Konnektivität und Cloudlösungen, Test- und Messequipment sowie Schulungen zur Verfügung.

Qualcomm für die Kommunikationstechnik

Für die Hauptkomponente in der Entwicklung von 5G-fähigen Anwendungen, die Kommunikationselektronik, holt sich Atlantik Qualcomm als Partner ins Boot. Der Halbleiterhersteller bietet für 5G-Anwendungen zum Beispiel das  Snapdragon X55 Modem-RF-System sowie die selbstentwickelten Multimode-Basisbänder für Smartphones, die 5G bis hinab zu 2G unterstützen. Das 5G-Modem ermöglicht die Kombination von 5G-Frequenzbändern und -modi: mmWave und Sub-6 GHz, Standalone- und Nicht-Standalone-Modi, TDD und FDD sowie die gemeinsame Nutzung des Spektrums.

Modulare Einsatzmöglichkeiten von Quectel und Thundercomm

Aktuell seien nur wenige Produkte auf genügend große Stückzahlen ausgelegt, um die Integration von 5G über Chipsätze zu ermöglichen, erklärt der Distributor. Deshalb werden häufig modulare Entwicklungsbauseine verwendet. Für diese Anforderungen sind Quectel, weltweit agierender Hersteller von Mobilfunk- und GNSS-Modulen mit Sitz in China und Thundercomm, Anbieter von IoT-Produkten, Technologien und Algorithmen für 5G und künstliche Intelligenz sowie Edge Computing, ebenfalls als Partner an Bord.

Die von den beiden Firmen verwendeten Funkmodule leisten bis zu 7Gbit/s im Download mit 4x4-MIMO-Technik und unterstützen alle Bänder weltweit. Über High-Speed Schnittstellen wie PCIe, USB3.1 oder 10-Gb-Ethernet werden sie mit Host-Prozessoren verbunden. Atlantik Elektronik bietet dazu Lösungen von Qualcomm (Snapdragon), NXP (i.MX8), Intel und Rockchip.  

Antennen und –design mit Antenova und Panorama Antennas

Für die Funkkommunikation will Atlantik Elektronik passende Antennen und Antennenentwicklungen über die Partner Antenova für geräteinterne Antennen und Panorama Antennas für externe Antennen als Dienstleistung anbieten. Neben einem Standardportfolio sind somit angepasste oder komplett neu entwickelte Antennen möglich. In einer ersten Beratung erörtern die Partner mit den Entwicklern die Spezifikation oder Applikation, erstellen eine Analyse und Messungen der Antennenanpassung, und helfen bei der Auswahl geeigneter HF-Leitungen und -Verbindern sowie der Ausarbeitung von Parametern für das Design.

AKM für Sensoren, Meere für Time-of-Flight-Kameras

Damit die physikalischen Daten an der Edge direkt aufgenommen werden, sind Sensoren notwendig. Hier stehen als Partner AKM mit seinen CO2- und Magnetsensoren zur Seite. Für die optische Erfassung mit Kameras bietet Meere seine Time-of-Flight-Kameras. Beide Unternehmen sind Teil des „Atlantik 5G Hauses“. Die ToF-Entwicklungen eignen sich zur Gestenerkennung und -steuerung, zur Positionierung und Erfassung von Menschen-, Roboter- und Maschinensicht oder aber auch zur Identifizierung bzw. Vermessung von Hindernissen und Gegenständen und zur Erfassung von Bewegungen in 3D.

Deutsche Telekom sorgt für die Mobilfunkübertragung

Für Dienstleistungen im Bereich der Funkübertragung der Daten im Internet der Dinge und die Machine-to-Machine-Kommunikation steht über das 5G-Haus die Deutsche Telekom zur Verfügung. In entsprechenden Projekten für Campus-Netzwerke sowie das öffentliche 5G-Netz haben Kunden von Atlantik Elektronik damit die Option, Telekom-Experten hinzuzuziehen. Die Kommunikation kann entweder über die Telekom-Cloud-der-Dinge oder über andere, gängige Cloud-Dienste stattfinden.

Einstiegsprodukt, Entwicklerkits und Referenzdesigns

Als erstes Einstiegsprodukt entwickelte Atlantik ein M.2 fähiger RaspberryPi HAT, der mit den LTE-Advanced und den 5G-Modulen von Quectel kompatibel ist. Außerdem bietet der Handelspartner Entwicklungskits an, zum Beispiel von Quectel und Thundercomm oder eigenentwickelte Kits wie das Atlantik-5G-HMI-Kit, das die Rockchip-RK3228-CPU mit einem 5G-Modem und einem 10,1“ Touch Display verbindet.

Eine Reihe an Referenzdesigns rundet das Einstiegsangebot ab, darunter Schaltungen für Geräte am Kundenstandort (Customer Premise Equipment), Mi-Fi (5G zu Wi-Fi-Router), Edge Computing (Snapdragon 845/865 + X55-Modem) und Kits zur Entwicklung von KI-Anwendungen auf Snapdaragon-Basis, mit SNPE (Snapdragon Neural Processing Engine). Entwickler können die Schaltungen anpassen oder direkt als White-Label-Produkt beziehen.