AMD Neuerliche Verluste und Entlassungen

Für den Prozessor-Hersteller AMD geht es weiterhin abwärts. Während Intel im 3. Quartal einen Gewinn von 3 Mrd. Dollar bei einem Umsatz von 13,5 Mrd. Dollar verbuchte, musste AMD einen Verlust von 131 Mio. Dollar verbuchen. Die Folge sind ein erneuter Personalabbau im 4. Quartal 2012 und weitere Restrukturierungsmaßnahmen.

AMD will sich zunächst von 15 % der Mitarbeiter trennen, ob es 2013 zu weiteren Entlassungen kommt, ist noch unklar. Zudem wurden 50 % der Geländes der Firmenzentrale in Santa Clara verkauft. Laut CEO Rory Read werden im ersten Halbjahr weitere Restrukturierungsmaßnahmen umgesetzt werden. Ziel der Restrukturierung ist es, bis zum 3. Quartal 2013 ein Modell zu finden, wo bereits mit einem Quartalsumsatz von 1,3 Mrd. Dollar eine schwarze Null geschrieben werden kann.  

Im Vergleich zum Vorquartal hat AMD in Q3 10 % weniger Umsatz gemacht, im Vergleich zu Q3 2011 sogar 25 % weniger. Im 4. Quartal 2012 wird ein weiterer Umsatzrückgang um 9 % erwartet. Read gestand ein, dass man die Veränderungen in der PC-Industrie bzw. deren Geschwindigkeit seitens des AMD-Managements unterschätzt habe-85 % seines Geschäftes macht AMD im Billig-PC-Markt, der bekanntlich zurückgeht, während insbesondere Tablets und Smartphones hohe Wachstumsraten aufweisen. Read gestand erstmals ein, dass das PC-Geschäft schwierig sei, da es mittlerweile von einer Firma dominiert wird – Intel.

Als Konsequenz will man mehr Geschäft u.a. im Embedded-Bereich machen, wo man bislang erst 5 % seines Umsatzes erzielt – Ziel sind 20 % Ende 2013, langfristig sogar 40-50 %, wenn entsprechende Produkte entwickelt sein werden.

Senior VP Lisa Su erklärte, dass man Produkte mit ARM-IP nicht vor 2014 erwarten dürfe. Diese seien aber nicht ursächlich mit den Zielen für 2013 verbunden sondern würden eine „neue interessante Kategorie von Produkten“ darstellen. Wie diese genau aussehen werden und in welche Märkte sie adressieren werden, ist zumindest heute noch unklar.

Im 4. Quartal 2012 werden die letzten Zahlungen an Globalfoundries fällig – einmal 50 Mio. Dollar und zum 31.12 nochmals 175 Mio. Dollar. Bis März, spätestens April 2013 soll ein neues Lieferabkommen mit GF für 2013 geschlossen werden.