Agiles Zeitsystem bei Trumpf Die Jahresarbeitszeit als flexibles Arbeitszeitmodell

Die Arbeitswelt heute erfordert neue Arbeitszeitkonzepte.
Die Arbeitswelt heute erfordert neue Arbeitszeitkonzepte.

Die heutige Arbeitswelt fordert mehr Flexiblität – und zwar sowohl von den Arbeitgebern als auch von den Mitarbeitern. Trumpf führt nun die Jahresarbeitszeit ein, um auf die gestiegenen Anforderungen zu reagieren.

Vielen Unternehmen stellt sich heute die Herausforderung, schnell auf Änderungen der Auftragslage reagieren zu müssen. Die Mitarbeiter andererseits wünschen sich einen sicheren Arbeitsplatz und gleichzeitig eine gute Work-Life-Balance sowie ein geringes Burn-Out-Risiko.

Um die verschiedenen Bedürfnisse von Arbeitgebern und Arbeitnehmern in Einklang zu bringen, haben die Geschäftsführung und der Betriebsrat von Trumpf die Jahresarbeitszeit eingeführt (vorerst bis 2021).

Dabei erweitert das Unternehmen das Gleitzeitkonto seiner Mitarbeiter innerhalb eines Jahres auf einen Korridor zwischen +200 Stunden und -100 Stunden. Das Ziel ist, dass die Mitarbeiter mehr arbeiten, wenn die Auftragslage gut ist und die Arbeitszeit wieder abbauen, wenn es weniger zu tun gibt.

Am Ende des Jahres muss das Gleitzeitkonto ausgeglichen sein. Eine Besonderheit des Arbeitszeitmodells von Trumpf ist, dass Führungskräfte und Mitarbeiter eigenständig darüber entscheiden ob im agilen Zeitsystem gearbeitet werden soll oder nicht – dies muss nicht mehr extra mit Geschäftsführung oder Betriebsrat abgestimmt werden.

Auf diese Weise soll sich unbürokratisch und schnell auf kurzfristige Auftragsschwankungen reagieren. Ein Vorteil für die Mitarbeiter ergibt sich dadurch, dass sie zusätzlich zum Urlaub auf weitere längere Auszeiten zurückgreifen können.
Neben dem agilen Zeitsystem haben die Geschäftsführung und der Betriebsrat in ihr aktuelles, betriebsinternes Bündnis für Arbeit noch weitere Punkte aufgenommen.

Zum Beispiel in Bezug auf mobiles Arbeiten: So haben die Mitarbeiter, sofern ihre Aufgabe dafür geeignet ist, die Möglichkeit rund 20 % ihrer Arbeit mobil zu erbringen. Sie sind damit unabhängiger hinsichtlich des Arbeitsortes und hinsichtlich der Arbeitszeit. Berufs- und Privatleben sollen sich damit besser vereinbaren lassen.