Print, Web, Social Media, Events B2B-Kommunikation: Kampf der Kanäle

Facebook und andere soziale Netzwerke sind für die B2B-Kommunikation unerheblich. Das ist das Fazit des Media Summits der WEKA Fachmedien. Denn soziale Netzwerke werden fast nur privat genutzt.

»Channel Wars« – der Kampf um Aufmerksamkeit – war das Thema des Media Summits der WEKA Fachmedien auf der embedded world. Hier treffen sich Media-Entscheider der Branche um sich über aktuelle Entwicklungen im Medien-Business zu informieren. Viele der rund 800 Aussteller der embedded world sind auch werblich aktiv. Doch vor der Planung einer Werbekampagne steht die Entscheidung: Über welche Kanäle erreiche ich meine Kunden am besten?

Zweifellos steigt dabei die Bedeutung des Internet. Von den 7,1 Milliarden Erdenbewohnern können bereits 2,1 Milliarden auf das Netz zugreifen. Doch damit steigen auch die Herausforderungen: Während der deutsche Leser die Wahl zwischen über 3.800 Fachzeitschriften hat, kann der deutsche Internetnutzer 555 Millionen Websites weltweit aufrufen. Ein Kommunikationskanal, der in den letzten Jahren geradezu einen Hype erfahren hat, ist Facebook. Auch viele Firmen sind in Facebook präsent. Betrachtet man sich jedoch die Firmen mit den meisten „Freunden“, so sind dort ausschließlich Consumer-Firmen zu finden. Für die Business-to-Consumer-Kommunikation kann Facebook also durchaus von Bedeutung sein.

Wie sieht es aber in der beruflichen Kommunikation aus? Eine Befragung der Besucher der embedded world von 2011 brachte Licht ins Dunkel: Nur 45 % der embedded-world-Besucher nutzen ein soziales Netzwerk und auch das fast nur für private Zwecke. Matthäus Hose, Publisher ITK bei WEKA Fachmedien: »Facebook ist unterhaltend, witzig und spannend. Aber es ist vor allem ein großer Ressourcenfresser. Man findet dort alles, bis hin zur Meldung von Freunden ‚Ich gehe jetzt mit meinem Hund gassi‘.« Wegen der vielen irrelevanten Postings werde Facebook nicht für berufliche Zwecke genutzt. Mit anderen sozialen Netzwerken sieht es nicht viel besser aus. Bei einer spontanen Stichprobe auf dem Media Summit reckten selbst bei der Frage nach dem professionellen Netzwerk »XING«  nur die Hälfte der Anwesenden die Hände in die Höhe.

Welche Medien sind nun für die B2B-Kommunikation relevant? Der VDMA fand bei einer Umfrage heraus, dass Fachzeitschriften, Messen und die Homepages der Hersteller (in dieser Reihenfolge) die wichtigsten Medien sind. Je näher eine Kaufentscheidung rückt, desto wichtiger wird die Hersteller-Homepage. Matthäus Hose: »Am wichtigsten ist jedoch der persönliche Kontakt. Er ist durch nichts zu ersetzen.«