Vorbeugende Wartung Zustandsprognose für Maschinen

Sensordaten verbesseren auch die Planbarkeit der Instandhaltung.
Sensordaten verbessern auch die Planbarkeit der Instandhaltung.

Sensordaten aus Maschinen können nicht nur dazu verwendet werden, den aktuellen Zustand der Maschine zu ermitteln, sondern auch eine Zukunftsprognose zu erstellen. Das sorgt für eine bessere Planbarkeit der Instandhaltung und verhindert überflüssige Vorbeugemaßnahmen.

Unternehmen statten ihre Maschinen mit Sensoren aus, um deren Verhalten besser zu verstehen, sie untereinander zu vernetzen, Wartungen zu planen und so letztendlich Kosten zu sparen. Dabei ist jedoch nicht die Menge an Daten entscheidend, sondern wie das Unternehmen diese nutzt. Bisher werden diese Daten meist nur diagnostisch genutzt, um den gegenwärtigen Zustand der Maschine zu bestimmen. Dabei lässt sich mit den Daten viel mehr machen als angenommen.

Über den aktuellen Zustand der Anlage hinaus kann der Betreiber die Daten auch für eine Analyse heranziehen, warum sich die Anlagen in diesem Zustand befinden. Der Betriebsleiter sieht somit, welche Parameter Auskunft darüber geben, woher die Probleme resultieren und wie er diese am besten lösen kann. Die Diagnose zeigt aktuelle technische Störungen und deren Ursachen. Eine Interventionsfunktion wählt gezielte Maßnahmen zur Störungsbehebung. Die Festlegung eines geeigneten Zeitpunktes für solche Maßnahmen erfolgt durch die Planungsfunktion.

Wann aber genau der Zustandswechsel von „sicher“ zu „grenzwertig“ eintritt, erfährt das Unternehmen mit den aktuell gängigen Methoden der diagnostischen Datenanalyse nicht. Damit fehlt der Planungsfunktion eine wichtige Information. Gleichzeitig verursacht eine zu frühe oder zu späte Instandhaltung unnötige Kosten. Im Idealfall wird die Maschine erst dann gewartet, wenn ein kritischer Zustand bevorsteht. Etablierte Instandhaltungsstrategien basieren jedoch oft auf rein vorbeugenden oder gar reaktiven Maßnahmen. Denn trotz Alarm-, Diagnose- und Interventionsfunktionen kann das Unternehmen nur auf die ihm zur Verfügung stehenden Informationen, die sich auf Vergangenheit und Gegenwart beziehen, reagieren.