SPS IPC Drives 2012 Zurück zu alten Zeiten

Während andere Fachmessen mit sinkenden Austeller- und Besucherzahlen zu kämpfen haben, schwebt sie weiter auf einer beispiellosen Welle des Erfolges – die SPS/IPC/Drives. Über 52000 Besucher sorgten für ein »all-time-high« und füllten an drei Tagen die Hallen des Nürnberger Messegeländes.
Während andere Fachmessen mit sinkenden Austeller- und Besucherzahlen zu kämpfen haben, schwebt sie weiter auf einer beispiellosen Welle des Erfolges – die SPS/IPC/Drives. Über 52000 Besucher sorgten für ein »all-time-high« und füllten an drei Tagen die Hallen des Nürnberger Messegeländes.

Am 27. November ist es wieder soweit: Die Automatisierungsbranche trifft sich für drei Tage auf der SPS IPC Drives. Dabei setzten die Veranstalter bewusst auf Bewährtes: die alten Messezeiten und die horizontale Ausrichtung der Messe. Neu ist das Erscheinungsbild.

Die SPS IPC Drives gibt sich gewohnt selbstbewusst. Kein Wunder, entsprechen die Vorbuchungen doch in etwa denen des Rekordjahres 2011. Mehr als 1.400 Aussteller werden vom 27. Bis 29. November 2012 ihre Innovationen und Lösungen in den 12 Hallen der Messe Nürnberg präsentieren. In der im letzten Jahr neu hinzugekommenen Halle 3 wird in diesem Jahr mehr Ausstellungsfläche genutzt werden. Allerdings wird auch ein Teil abgetrennt sein: Bis zum Jahr 2014 entsteht hier eine Erweiterung ähnlich der Hallen 4 und 4A bzw. 7 und 7A.

Die Aussteller reisen heuer aus 40 Ländern an. Nach Deutschland ist erneut Italien mit 73 angemeldeten Unternehmen zweitgrößte Ausstellernation, gefolgt von China mit 44 und der Schweiz mit 35 Unternehmen. Bis zu Messebeginn werden jedoch noch weitere Anmeldungen erwartet. Bei den Besuchern rechnen die Veranstalter bei der Mesago Messemanagement GmbH nach dem Rekord von 56.321 Besuchern in 2011 auch in diesem Jahr mit über 50.000 Besuchern. Im letzten Jahr lag dabei der Anteil der internationalen Fachbesucher bei 21,1 Prozent; ähnliches wird für dieses Jahr erwartet.

Bilder: 31

SPS/IPC/DRIVES 2011 - Impressionen

Ein Streifzug in Bildern über die SPS/IPC/DRIVES 2011 in Nürnberg Bildquelle: computer-automation.de

Alte Messezeiten, neues Erscheinungsbild

Nachdem die Mesago in den letzten Jahren die Öffnungszeiten der ersten beiden Messetage um eine Stunde auf 19 Uhr verlängert hatten, um so den Fachbesuchern und Unternehmen mehr Zeit für Gespräche zu geben, wird die zusätzliche Stunde in diesem Jahr wieder gestrichen. Das Angebot wurde jedoch nicht im erwarteten Maße genutzt. Damit die Fachgespräche gegen Ende der Messe jedoch nicht mehr abrupt unterbrochen werden, verzichten die Veranstalter in diesem Jahr auf den obligatorischen Gong mit Durchsage kurz vor Messeschluss.

Bei dem Branchentreff setzen die Verantwortlichen traditionell auf ein klares Profil. Die Messe fokussiert sich auf Komponenten und Systeme der elektrischen Automatisierung und bedient mit einem immer mehr konvergierendem Produktangebot Anwender sowohl aus der Fertigungs- als auch aus der Prozessindustrie. Damit umgeht die Mesago die Gefahr, in eine Branchenspezifische Richtung gedrängt zu werden und sich so zu einer Zulieferermesse für einen vertikalen Markt zu entwickeln. Dadurch behält sich die SPS IPC Drives den Charakter einer Arbeitermesse. Das zeigt auch die Besucheranalyse: Zwei Drittel der Besucher kommen aus den Bereichen Konstruktion und Entwicklung, Geschäftsführung sowie aus der Produktion. 92 Prozent geben an, auf der Suche nach einer Lösung für ein konkretes Problem zu sein.

An der Ausrichtung der Messe hat sich nichts geändert, jedoch am Erscheinungsbild: Das bekannte Logo mit den bunten Schrägstrichen gibt es nicht mehr, es ist einer klaren Version des Schriftzuges SPS IPC Drives gewichen. Geblieben ist nur das traditionelle Viereck mit den drei stilisierten Themenbereichen der Messe.

Kongress mit Neuerungen

Der parallel zur Messe stattfindende Kongress wartet in diesem Jahr mit einer Veränderung auf: Die Tutorials, die in den letzten Jahren immer vormittags oder auch ganztägig am Dienstag stattfanden, wurden auf den Montag verlegt. Die drei Tutorials zu den Themen Geberlose Regelung von elektrischen Antrieben, Cyber Security in Industrial Automation Networks und der Integration der industriellen Bildverarbeitung in die Automatisierungs- und Antriebstechnik finden in diesem Jahr am Montag von 14 bis 17:30 Uhr statt. Das übliche Kongressprogramm ist auf die drei Messetage aufgeteilt. Die Keynotes am Dienstagnachmittag ab 16 Uhr sind kostenlos und für alle Messebesucher zugänglich. Am Mittwoch mach sich die Trendsession die Nachhaltige Automatisierung zum Thema.

Im Rahmen des Kongress Get together wird auch in diesem Jahr der Young Engineer Award vergeben. Für den mit 1.000 Euro dotierten Preis sind neun junge Ingenieure bis 35 Jahre nominiert. Der Preis wird in den Kategorien Automation und Drives vergeben.