Security Zielgerichtete Viren-Attacken sind zu befürchten

Der Antivirus-Software-Hersteller Kaspersky Labs geht davon aus, dass künftig zielgerichtete Attacken gegen Unternehmen und Organisationen zu befürchten sind. In nächster Zeit wird sich laut Kasperky-Report »Outcomes for 2010 and Predictions for 2011« (www.securelist.com) eine neue Klasse von hoch komplexen Schadprogrammen verbreiten.

Der Report bezeichnet derartige Programme als »Spyware 2.0«. Diese nutzen die Sicherheitslücken in populären Programmen, um jede Art von Information zu sammeln, insbesondere werden sie auf den Diebstahl von persönlichen Anwenderdaten spezialisiert sein.

Schadprogramme sind zum festen Bestandteil des Internet geworden. Zum Ende des Jahres 2010 hatten die Kasperky Labs mehr als drei Millionen Attacken auf P2P-Netze registriert, die mit Schadprogrammen (Malware) »geflutet« wurden. Auch über die Implementierung von Bot-Netzen wie ZeuS, Bredolab oder Koobface wurde in der Öffentlichkeit berichtet. Dabei wurden diese nicht nur mit konventionellen Mitteln, sondern auch über soziale Netzwerke und Dateitauschbörsen platziert.

Erstmals im September 2010 identifizierten die Kaspersky Labs den ersten ernstzunehmenden Schädling für das Google-Smartphone-Betriebssystem »Android«, für den offensichtlich russische Viren-Autoren verantwortlich waren. Auch iPhone-Nutzer werden vor Attacken nicht verschont bleiben. Der Virus »Stuxnet« ist das erste Beispiel für informationstechnische Spionage gegen Industrieanlagen. Kaspersky Labs geht davon aus, dass derartige Attacken vermehrt auftreten. Dabei werden in Zukunft Informationen zum Hauptziel der Attacken und könnten zu einer neuen Einnahmequelle der traditionellen »Cyberkriminalität« werden.