Hannover Messe 2018 Vernetzung bringt Industrie 4.0 weiter

Ende Aprill versammelt sich die Welt der Industrie wieder in Hannover.
Ende April versammelt sich die Welt der Industrie wieder in Hannover.

Vom 23. bis 27. April 2018 öffnet die Hannover Messe erneut ihre Pforten – in diesem Jahr zum ersten Mal gemeinsam mit der CeMAT. Mit dem Leitthema »Integrated Industry – Connect & Collaborate« erleben die Besucher beider Messen, wie die Vernetzung die Industrie 4.0 auf die nächste Stufe hebt.

Unter dem Leitthema »Integrated Industry – Connect & Collaborate« erleben die Besucher der Hannover Messe, wie die Vernetzung in der Industrie ganz neue Formen des Wirtschaftens, des Arbeitens und neue Partnerschaften ermöglicht. Die nächste Stufe der Industrie 4.0 verspricht mehr Produktivität, zukunftsfähige Arbeitsplätze und neue Geschäftsmodelle. Der aktuelle Stand ist bereits vielversprechend: Die Fabriktechnik wird immer leistungsfähiger, industrielle IT-Plattformen drängen auf den Markt, Zulieferunternehmen sind mit ihren Kunden digital verbunden. Erste Machine-Learning-Ansätze helfen Maschinen und Robotern Entscheidungen zu treffen. Doch die Zukunft der digitale Fabriken und Unternehmen funktioniert nur Hand in Hand mit der Logistik.

Logistik 4.0 trifft Industrie 4.0

Darum findet 2018 die CeMAT – die Weltleitmesse für Intralogistik und Supply Chain Management – zum ersten Mal parallel zur Hannover Messe statt. Aus gutem Grund, denn auch für die Logistik ist die Digitalisierung ein wichtiger Treiber. Die CeMAT wird auf dem Messegelände in den Pavillons 32 bis 35 sowie in den angrenzenden Hallen ausgerichtet und präsentiert alle Bereiche der Intralogistik: Von innovativen und energiesparenden Gabelstaplern und Flurförderzeugen, komplexen vollautomatisierten Förderanlagen, Krane, Hebezeuge und Hubarbeitsbühnen, Regal- und Lagersysteme bis hin zu neuesten Systemsteuerungen und Entwicklungen aus dem Logistics-IT-Bereich.

Laut Dr. Andreas Gruchow, Mitglied des Vorstands der Deutschen Messe, ist die intelligente Intralogistik das Rückgrat von Industrie 4.0. Demnach ergänzen sich die Themen der beiden Messen und eignen sich hervorragend, um eine gemeinsame Plattform zu schaffen.

Energie und Stromnetze

Durch die Digitalisierung verändert sich auch der Energiemarkt. Stromsysteme werden flexibler und verknüpfen Sektoren intelligent miteinander; sie binden außerdem neue Marktteilnehmer ein. Mit dem Energiebereich zeigt die Hannover Messe nicht nur, wie Industrieunternehmen durch effiziente Energienutzung Kosten sparen und einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten, sondern auch, wie die Energiewende gelingen kann.

Ein wichtiges Thema, denn das Stromnetz ist laut Dr. Jochen Köckler, Vorsitzender des Vorstands der Deutschen Messe, noch nicht bereit für E-Autos. Darum geht die Energiewirtschaft davon aus, dass in Zukunft deutlich höhere Lastspitzen auftreten als bisher. Zudem ist elektromobiles Fahren nur dann umweltfreundlich und nachhaltig, wenn der Strom aus regenerativen Quellen kommt. Energieversorger und Stadtwerke beginnen damit, die nötige Energieinfrastruktur aufzubauen. Dazu gehören eine flächendeckende Versorgung mit Ladesäulen, der Ausbau von Verteilnetzen sowie Stromautobahnen. Auch hier ist die Vernetzung ein wichtiges Thema.

Partnerland Mexiko

Mit Mexiko hat die Hannover Messe zum ersten Mal ein lateinamerikanisches sowie zum ersten Mal ein spanischsprachiges Partnerland. Mit Themen wie Industrie 4.0, Energie- und Umwelttechniken, Berufsausbildung, Start-ups und Auslandsinvestitionen präsentiert sich Mexiko als offenen und für Unternehmen interessanten Partner. Mexiko will die Messe auch nutzen, um die eigenen internationalen Handelsbeziehungen auszubauen und unter anderem das Freihandelsabkommen mit der Europäischen Union weiter voranzubringen.

Außerdem sollen bilaterale Initiativen zur Verbesserung der Ausbildungs- und Mitarbeiterqualität in Mexiko ausgebaut werden. Die Organisation der Partnerland-Aktivitäten übernimmt ProMéxico, die Agentur der mexikanischen Bundesregierung für die Förderung internationaler Wirtschaftsbeziehungen.