Internet der Dinge Smarte Bienenstockwaage mit Raspberry Pi

Was ist los im Bienenstock? HoneyPi hilft Imkern dabei ihre Bienenvölker zu überwachen.
Was ist los im Bienenstock? HoneyPi hilft Imkern dabei ihre Bienenvölker zu überwachen.

Im Rahmen eines Projekts der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Karlsruhe entwickelten vier Studenten HoneyPi, eine smarte Bienenstockwaage zum selber bauen. Alle Projkte mussten auf einem Raspberry Pi basieren, mit dem Internet verbunden sein und eine Mensch-Maschine-Schnittstelle implementieren.

HoneyPi ist ein Messsystem für smarte Imker. Die Bienenstockwaage basiert auf dem Raspberry Pi und wurden von Javan Rasokat, Melissa Spinuzza, Kevin Lauff und Max Freisler unter Leitung des Lehrbeauftragten Dennis Schulmeister-Zimolong entwickelt. HoneyPi entstand im Rahmen eines Hochschulprojekts zum Thema Internet der Dinge im 6. Semester des Studiengangs Wirtschaftsinformatik an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Karlsruhe. Die Gruppen konnten eigene Ideen umsetzen – Hauptsache sie basierten auf einem Raspberry Pi.

Zwar sind Stockwaagen für Imker keine Neuheit, doch die bisherigen Systeme sind sehr teuer in der Anschaffung und im Betrieb. Dagegen soll das Projekt HoneyPi Imkern ein smartes Messsystem bieten, das für unter 100 Euro selbst zusammengebaut werden kann. 

HoneyPi misst Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftdruck und Gewicht. Die Daten werden mit mithilfe der HoneyPi-App visualisiert. Dadurch können Imker die Werte von überall abrufen und zum Beispiel genau sehen, wenn ein Bienenschwarm ausfliegt: Der Schwarmalarm wird durch einen Gewichtsabfall ausgelöst und der Imker wird über eine E-Mail benachrichtigt. Außerdem kann die Brutraumtemperatur überwacht werden. Damit kann zum Beispiel festgestellt werden, ob der Bienenstock im Winter in der Wintertraube ausreichend warmgehalten wird und das Bienenvolk noch Brut besitzt.

Die Messstation kann mit einem Solarpanel und einer Batterie autark am Bienenstand betrieben werden. Zusätzlich kann sich das Gerät über einen Surfstick mit dem Internet verbinden. Die Messdaten werden auf einem zentralen Webserver gespeichert, damit sie jederzeit von überall mit dem Smartphone abrufbar sind.