Hannover Messe 2018 Siemens zeigt Digitalisierung in Aktion

Der 3.500 m² große Messestand von Siemens demonstriert anhand konkreter Beispiele, wie digitale Unternehmen funktionieren können.
Der 3.500 m² große Messestand von Siemens demonstriert anhand konkreter Beispiele, wie digitale Unternehmen funktionieren können.

Auch in diesem Jahr dreht sich der Hannover-Messe-Auftritt von Siemens rund um das digitale Unternehmen. Doch diesmal geht es noch einen Schritt weiter: Anhand von konkreten Beispielen sollen Messebesucher erleben, wie Digitalisierung tatsächlich funktioniert.

Jan Mrosik, CEO der Siemens Divison Digital Factory ist sich sicher: Ohne Digitalisierung können Unternehmen in Zukunft nicht überleben. Darum setzt Siemens nicht nur für die eigenen Werke auf das Konzept der digital Enterprise – wie zum Beispiel im Elektronikwerk in Amberg – sondern unterstützt auch die Kunden bei der Digitalisierung durch ihre komplette Wertschöpfungskette. Unter dem Motto »Digital Enterprise – Implement now« demonstriert Siemens auf der Hannover Messe 2018 in Halle 9 anhand einiger Beispiele, wie digitale Fabriken funktionieren können – und das branchenunabhängig. Das Besondere: In diesem Jahr liegt der Fokus des Messeauftritts nicht nur auf der Digitalisierung, sondern auf der branchenspezifischen Umsetzung des digitalen Unternehmens. Verbraucher und Anwender sollen auf dem 3.500 m² großen Stand erleben wie die Wettbewerbsfähigkeit durch individuelle Digitalisierungslösungen gesteigert werden kann.

Neues rund um die Mindsphere

In der MindSphere-Lounge stellt Siemens die Mindsphere Version 3.0 aus, die nun auch auf Amazon Web Services (AWS) verfügbar ist. Die dritte Version der IoT-Plattform bietet eine Entwicklungsumgebung mit offener Programmier-Schnittstelle (API/Application Programming Interface) sowie zusätzliche Analysefunktionen und eine erweiterte Konnektivität. Außerdem wird sich die weltweite Nutzerorganisation Mindsphere World präsentieren, die im Januar von 18 Unternehmen gegründet und vorgestellt wurde. Der Verein will ein weltweites Ökosystem rund um MindSphere ausbauen.

Passend zur Mindsphere 3.0 zeigt Siemens einige neue Apps rund um die Automatisierung mit Simatic-Systemen. Die Simatic MindApps Machine Monitor, Notifier und Performance Monitor sind spezielle Applikationen für die MindSphere, mit denen Anwender cloudbasierte Dienstleistungen nutzen können. Die Apps lesen relevante Daten von Produktionsmaschinen oder Anlagen zur Analyse aus, verarbeiten sie zu aussagefähigen Informationen, stellen sie in Dashboards dar oder nutzen sie zur intelligenten Alarmierung und Meldungsdarstellung. Das »Defense in Depth«-Konzept gemäß IEC 62443 schützt dabei vor aktuellen und künftigen Cyber-Bedrohungen.

Außerdem können mit der neuen digitalen Plattform Sidrive IQ mit der Mindsphere Antriebsdaten ausgewertet werden. Mit der Plattform werden die Daten über installierte Antriebssysteme transparent, was das Flottenmanagement erleichtert und Service-Aktivitäten optimiert. Die kontinuierliche Datenanalyse spart Zeit und steigert die Anlagenverfügbarkeit, da sich beispielsweise Fehlerquellen frühzeitig identifizieren und rechtzeitig beheben lassen.

Digitalisierung für die Prozessindustrie

Egal ob für Neuanlagen, oder für langjährig existierende Bestandsanlagen; laut Jürgen Brandes, CEO der Division Process Industrie und Drives, ist jetzt die Zeit, die Wertschöpfungskette für die Prozessindustrien zu optimieren – schließlich liefert die Digitalisierung dafür ganz neue Möglichkeiten. Im ersten Schritt können die Unternehmen vorhandene statische und dynamische Daten konsequent nutzen, um Transparenz über den kompletten Lebenszyklus zu erhalten. Hier setzt auch das neue Beratungskonzept »Digitalization Consulting« von Siemens an, bei dem gemeinsam mit den Kunden die digitalen Möglichkeiten ausgelotet und eine Digitalisierungs-Roadmap inklusive Investitionskalkulation erstellt wird.

Dabei spielt der digitale Zwilling der verfahrenstechnischen Produktionsanlage eine wichtige Rolle. Er entsteht während der Engineering-Phase und wird über den Anlagen-Lebenszyklus hinweg aktualisiert und mit weiteren Daten angereichert. Die fortlaufende Analyse von Prozessdaten und zusätzlichen smarten Sensordaten aus der Feldebene einer Produktionsanlage führt zu einem transparenten Produktion und Wartungen und Instandhaltung lässt sich verbessern. Auch bei der Inbetriebnahme ist der digitale Zwilling von Vorteil: Die Simulations-Software Simit in der Version 9.1. ermöglicht eine einfache Kombination der virtuellen Inbetriebnahme und des Operator Trainings von Anlagen. Die Inbetriebnahme von Anlagen kann so um bis zu 60 Prozent beschleunigt werden.

Zusätzlich zum Hauptstand in Halle 9, Stand D35, präsentiert Siemens in Halle 6, Stand J30 Hardware und Software rund um die Digitalisierung und Energiemanagement in Halle 27, Stand H74.