Rockwell übernimmt Maverick Technologies Rockwell Automation schlägt »eigenwilligen« Kurs ein

Das US-Unternehmen Rockwell Automation hat seinen Hauptsitz in Milwaukee, Wisconsin. Es beschäftigt derzeit etwa 22.000 Mitarbeiter in über 80 Ländern.
Das Hauptquartier von Rockwell Automation befindet sich in Milwaukee, Wisconsin.

Vor der nun bekannt gegebenen Übernahme durch Rockwell war Maverick Technologies der größte unabhängige Systemintegrator in Nordamerika. Mavericks Geschäftsführer spricht dabei von der »leistungsstärksten Kooperation in der Branche«.

Rockwell Automation ist mit 22.000 Mitarbeitern bereits eines der größten Unternehmen in der Branche der industriellen Automatisierung – und weiter klar auf Wachstumskurs. Die Automatisierer aus Milwaukee, im US-amerikanischen Bundesstaat Wisconsin, sind momentan auf Einkaufstour. Ganz oben auf dem Einkaufszettel stehen Firmen, die Rockwell dabei behilflich sein können, das »Connected Enterprise« Modell bei seinen Kunden noch besser umzusetzen. Hinter dem Modell verbirgt sich in etwa das, was in Deutschland unter Industrie 4.0 verstanden wird: Die Vernetzung der Produktionsanlagen und -standorte mit allen anderen Unternehmensbereichen mit dem Ziel, die Produktivität zu erhöhen, Standzeiten zu verkürzen, unvorhergesehene Ausfälle zu vermeiden etc.

Mit dem Kauf von Maverick Technologies und seinen über 300 Ingenieuren und technischen Vertriebsmitarbeitern hat Rockwell im buchstäblichen Sinn einen »eigenwilligen« Weg eingeschlagen, denn nichts anderes bedeutet das englische Adjektiv »maverick«. Ob der Gründer und heutige Geschäftsführer Paul Galeski die Namenswahl anhand der Wortbedeutung getroffen hat, ist allerdings nicht bekannt. Dafür aber, was sich beide Parteien von der Übernahme versprechen: Rockwell vertritt die Philosophie, dass industrielle Steuerungs- und Informationssysteme effektiver an den Mann gebracht werden können, wenn ein »kompetenter Zulieferer mit dem Endanwender eng zusammenarbeitet«, wie der Leiter des Geschäftsfeldes Steuerungsprodukte, Ken Champa sagte. Von dem Zugewinn an Branchenwissen profitieren Rockwells Kunden aus den Bereichen Chemie, Öl- und Gas sowie Nahrungs- und Genussmittel. Der Systemintegrator Maverick mit Hauptsitz in Coloumbia, Illinois, hat sich vorwiegend auf die Prozessindustrie konzentriert. Galeski sieht die Übernahme als die »derzeit leistungsstärkste Kooperation in der Branche«, die seine Kunden dabei unterstütze, mit den unternehmensweit gewonnen Daten ihre Unternehmensleistung weiter voranzutreiben. Wie viel Rockwell für die Übernahme gezahlt hat, ist derweil nicht bekannt.