Rote Zahlen zum Jahresende Roboterbauer Kuka verdient 2017 weniger

Die Übernahme von Kuka durch Midea scheidet die Geister: Ist es der Ausverkauf deutscher Spitzentechnologie nach China oder das Eintrittstor eines deutschen Vorzeigeunternehmens auf einen der wichtigsten Wachstumsmärkte?
Mobiler Kuka-Roboter.

Der Roboterbauer Kuka hat im vergangenen Jahr weniger Gewinn gemacht – jedoch lag dies vor allem an hohen Investitionen und Zukäufen.

Vor Zinsen und Steuern fiel das Ergebnis um fast ein Fünftel auf 102,7 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilte. Bereinigt um Kosten für Zukäufe und Wachstumsinvestitionen konnte Kuka 2017 sein Betriebsergebnis um 7,5 Prozent auf 148 Millionen Euro steigern.

Beim Umsatz legten die Augsburger dank der zunehmenden Automatisierung der Industrie um 18 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro zu. Auftragseingang und Auftragsbestand stiegen um über 5 Prozent.

Im letzten Quartal 2017 rutschte Kuka unter anderem wegen der Ausgaben für ein Sparprogramm in die roten Zahlen. Das 2016 vom chinesischen Midea-Konzern übernommene Unternehmen verzeichnete von Oktober bis Dezember vor Zinsen und Steuern einen Verlust von 8 Millionen Euro.

Kuka hatte bereits Mitte Januar mitgeteilt, dass es wegen Maßnahmen zur Kostensenkung und Problemen bei einzelnen Projekten zu Ergebnisbelastungen von 40 Millionen Euro kommen werde. Den kompletten Jahresbericht will Kuka am 22. März vorlegen.