Jahresbilanz 2010 R.Stahl erreicht Vorkrisenniveau

R. Stahl hat seine Geschäftszahlen für das Jahr 2010 vorgelegt: Der Spezialist für den Ex-Bereich hat das Vorkrisenniveau wieder erreicht. Vor allem der Ausbau des Systemgeschäfts hat sich positiv auf Umsatz und Auftragseingang ausgewirkt.

Der R.Stahl-Konzern konnte im Geschäftsjahr einen Auftragseingang von 225,8 Mio. Euro verbuchen; der Umsatz stieg um zehn Prozent auf 22,6 Mio. Euro an. Damit liegt das Unternehmen wieder auf Vorkrisenniveau. Ein Grund für dieses Wachstum ist auf Seiten des Ausbaus des Systemgeschäfts zu suchen, das vor fünf Jahren in Angriff genommen wurde. So wurde weltweit in Fachkräfte und Instrument investiert und der Kundenkreis gezielt ausgeweitet: Der Umsatz in diesem Segment ist seit dem Anfang im Jahr 2005 von 50 Mio. Euro auf 120 Mio. Euro angestiegen. Martin Schomaker, Vorsitzender des Vorstands, ist sich sicher, dass die Entscheidung, die Mitarbeiter in der Krise zu halten, richtig war. So konnte das Unternehmen nach der Krise den Aufschwung nutzen und weiter wachsen.

Im Jahr 2010 erwirtschaftete das Unternehmen einen Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 19,3 Mio. Euro; der Jahresüberschuss stieg um 88 Prozent auf 10,5 Mio. Euro. Die Umsatzrendite im Bezug auf EBIT lag bei 8,7 Prozent und damit noch nicht ganz auf dem Niveau vor der Krise. Das liegt zum einen an der noch angespannten Preissituation am Markt, zum anderen an der Entscheidung, die Stammbelegschaft in der Krise zu halten, was wiederum in höheren Personalkosten mündete. Als Ziel nennt Stahl nun, den Umsatz je Mitarbeiter weiter zu steigern und somit einen unterproportionalen Personalaufbau umzusetzen.

Die Netcash-Position mit 15,5 Mio. Euro konnte gegenüber dem Vorjahr gehalten werden. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit liegt bei 19 Mio. Euro; aus ihm konnten Investitionen in langfristige Vermögenswerte, vier Akquisitionen sowie die Dividende finanziert werden. Außerdem wurden langfristige Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 1,5 Mio. Euro getilgt. Die Eigenkapitalquote stieg um 2,4 Prozentpunkte auf 43,9 Prozent.

Die Aktie Stieg von 90 Cent im Jahr 2009 auf 1,77 Euro im Jahr 2010.In der Regel werden zwischen 40 und 45 Prozent vom Konzernüberschuss als Dividende ausgeschüttet. Der Aufsichtsrat und der Vorstand werden daher in der Hauptversammlung Ende Mai eine Dividende von 0,70 Euro je dividendenberechtigter Stückaktie vorschlagen.

Zwar gilt es weiterhin Faktoren wie mögliche Auswirkungen der Katastrophe in Japan auf die Lieferkette zu berücksichtigen, doch aufgrund positiver Faktoren wie des seit Mitte 2010 anhaltenden Konjunkturaufschwung rechnet der Vorstand für 2011 mit einem Konzernumsatz zwischen 240 und 250 Mio. Euro.

 in Mio. €
2010
2009
Veränd. in %
Umsatz gesamt
222,6 202,6+ 9,9
         Deutschland51,552,7- 2,3
         Europa ohne Deutschland107,794,9+ 14
         Amerika30,322,6+ 34
         Asien/Pazifik33,132,4+ 2,2

Auftragseingang

225,8208,1+ 8,5
Auftragsbestand

47,7

42,6+ 12
EBITDA30,221,7+ 39
EBIT19,312,6+ 53
EBT15,48,9+ 73
Jahresüberschuss10,55,6+ 88
Ergebnis je Aktie (in €)1,770,90+ 97
Cashflow aus lfd. Geschäftstätigkeit19,010,9+ 74
Liquidität19,622,5- 13
Eigenkapitalquote in %43,941,5k.A.

Dividende/Aktie (in €)

(* Vorschalg an Hauptversammlung)

0,70 *0,40+ 75
Mitarbeiter per 31.12. (ohne Azubis14921404+ 6,3
Jahresbilanz 2010 des R.Stahl-Konzerns