Hermes Award 2018 Prozess-Thermometer von Endress+Hauser gewinnt

Hermes Award 2018: Bundesministerin für Bildung und Forschung, Anja Karliczek (links) überreichte den Preis an Giovanni Colucci und Harald Hartweck (mitte) von Endress+Hauser Messtechnik. Rechts der Jury-Vorsitzende Prof. Dr. Wolfgang Wahlster vom DFKI.
Hermes Award 2018: Bundesministerin für Bildung und Forschung, Anja Karliczek (links) überreichte den Preis an Giovanni Colucci und Harald Hartweck (mitte) von Endress+Hauser Messtechnik. Rechts der Jury-Vorsitzende Prof. Dr. Wolfgang Wahlster vom DFKI.

Fünf Unternehmen waren für den renommierten Industriepreis Hermes Award nominiert. Die Jury Prof. Dr. Wolfgang Wahlster vom DFKI hat nun zum Start der Hannover Messe den Sieger bekanntgegeben: Endress+Hauser mit einem hygienischen Kompaktthermometer. Was kann es?

Endress+Hauser Messtechnik konnte in diesem Jahr den begehrten Hermes Award ergattern. Auf der Eröffnungsfeier der Hannover Messe am 22. April überreichte die neue Bundesministerin für Bildung und Forschung, Anja Karliczek, die Auszeichnung.


»Vom kleinen Betrieb zum Global Player, das ist die Erfolgsstory vieler Hannover Messe Aussteller. Das gilt auch für Endress+Hauser. Der Hermes Award ist ein weiterer Beleg für die Innovationskraft dieses Familienunternehmens mit Weltrang. Das prämierte Produkt leistet einen wesentlichen Beitrag zur Implementierung von Industrie 4.0 in der Prozessindustrie«, erklärte Dr. Jochen Köckler, Vorsitzender des Vorstands der Deutschen Messe AG.
Endress+Hauser erhält den Hermes Award für ein hygienisches Kompaktthermometer mit einem selbstkalibrierenden Sensor für sicherheits- und qualitätsrelevante Prozesstemperatur-Messungen. Diese kommen beispielsweise in der Lebensmittel- oder Pharmaindustrie zum Einsatz. Die automatische Temperaturkalibrierung des Sensors erfolgt über einen physikalischen Fixpunkt auf Basis der materialspezifischen und langzeitstabilen Curie-Temperatur eines im Sensor integrierten internen Referenzsensors. Die vollautomatisierte Kalibrierung des Temperatursensors in der Produktionslinie genügt Auditstandards und erspart zusätzliche Arbeitsabläufe und vermeidet Anlagenstillstand infolge regelmäßigen Nachkalibrierens.


Die Jury um den Vorsitzenden Prof. Dr. Wolfgang Wahlster, Vorsitzender der Geschäftsführung des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI), begründete ihre Entscheidung damit, dass es derzeit auf dem Markt zwar selbstüberwachende Temperatursensoren gebe, aber keine vergleichbar exakte Lösung für eine automatische, lückenlos rückführbare Selbst-Kalibrierung eines Temperatursensors für die Prozessindustrie auf Basis der Curie-Temperatur.
Wahlster erläuterte die Entscheidung: »Smarte Sensorik ist ein wichtiger Treiber der nächsten Stufe von Industrie 4.0. Gerade weil in einer Smart Factory die Dichte der Sensorik extrem ansteigt, wird die auditsichere Selbstkalibrierung der Sensoren ohne Anlagenstillstand zum wirtschaftlichen Erfolgsfaktor. Genau hier setzt das innovative Produkt von Endress+Hauser an und leistet damit einen Beitrag zur fortlaufenden Prozessverifizierung und produktionsbegleitenden Qualitätskontrolle, die wir mit Industrie 4.0 anstreben.«