VDMA Prognose um 3 Prozent angehoben

Der VDMA erhöht seine Produktionsprognose für den deutschen Maschinen- und Anlagenbau um 3 Prozent. Dabei reicht das Spektrum der Prognosen für die einzelnen Segmente von - 30 Prozent bis + 30 Prozent Wachstum.

In den ersten fünf Monaten dieses Jahres verfehlte die Maschinenproduktion zwar das Vorjahresniveau um -- 1,3 Prozent, doch meldete das statistische Bundesamt für April und Mai erstmals seit 15 Monaten wieder ein Produktionswachstum. Der VDMA stimmt mit dem überein: In den Monaten März, April und Mai sind jeweils Zuwächse zu vermelden. VDMA Präsident Manfred Wittenstein in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters: »Seitdem im August 2009, deutlich früher als erwartet, der Tiefpunkt im Branchendurchschnitt durchschritten wurde, geht es mit der Maschinenproduktion von Monat zu Monat aufwärts.«

Konkret ist der Auftragseingang von Januar 2010 bis Mai 2010 um ein Viertel höher als im Vorjahreszeitraum. Im Mai stiegen die Bestellungen um 61 Prozent zum Vorjahresmonat an - im April hatten sich noch 44 Prozent der Maschinen- und Anlagenbauer über Produktionsbehinderungen aufgrund mangelnden Auftragseingangs beklagt. Zu bedenken gilt jedoch, dass dieser Wert durch das außergewöhnlich niedrige Vorjahresergebnis verzerrt ist. »Von alten Höchstständen sind wir in Summe, aber auch in der Mehrzahl der Fachzweige, noch deutlich entfernt. Wir bewegen uns mit den Maschinenbestellungen wieder in Richtung des Niveaus, das wir schon einmal 2006 gesehen haben“, erklärte Wittenstein.

Gleichzeitig sieht der VDMA Probleme bei der Liquiditätssicherung. Steigende Material- und Rohstoffpreise, Lieferverzögerungen und Engpässe auf Zulieferseite stellen die Unternehmen ebenso wie kurzfristig angesetzte Liefertermine von Seiten der Kunden unter Druck. Vermisst werde eine dynamische Kreditversorgung von Seiten des Finanzsektors. »Ohne einen funktionierenden Finanzsektor laufen wir Gefahr, den Aufschwung des Maschinenbaus mangels einer ausreichend dynamischen Kreditversorgung abzuwürgen«, so Wittenstein.