Plattform Industrie 4.0 und ZVEI Neue Verwaltungsschalenspezifikation zur SPS veröffentlicht

Zur SPS veröffentlichen die Plattform Industrie 4.0 und der ZVEI ihre neue Verwaltungsschalen-Spezifikation.
Zur SPS veröffentlichen die Plattform Industrie 4.0 und der ZVEI ihre neue Verwaltungsschalen-Spezifikation.

Direkter Einstieg für Entwickler: Plattform Industrie 4.0 veröffentlicht aktualisierte Verwaltungsschalen-Spezifikation mit OPC UA-, AML- und RDF-Mapping.

Ein wesentlicher Grundpfeiler von Industrie 4.0 ist die Interoperabilität ihrer einzelnen Komponenten. Genau dafür legt die Verwaltungsschale (Asset Administration Shell – AAS) den Grundstein. Deren Spezifikation »Details of the Asset Administration Shell« hat die Plattform Industrie 4.0 gemeinsam mit dem ZVEI weiterentwickelt und zur Messe SPS veröffentlicht. Mit ihr können Entwickler eigene Verwaltungsschalen implementieren und dabei sicher sein, dass eine spätere Interoperabilität möglich ist. Ein Software-Tool erleichtert den schnellen Einstieg.

»‘Details of the Asset Administration Shell‘ ist ein lebendes Dokument. Viele Entwickler haben bereits die erste Version zur Hand genommen und Datenmodelle für die Verwaltungsschale umgesetzt. Die neue Version enthält Funktionen, die in Zusammenarbeit mit dem AutomationML e.V. und der OPC Foundation entstanden sind. Dranbleiben lohnt sich also«, erläutert Dr. Birgit Boss von Robert Bosch, Leiterin der Arbeitsgruppe »Verwaltungsschale« in der Arbeitsgruppe »Referenzarchitekturen, Standards und Normung« der Plattform Industrie 4.0.

Das Update von »Details of the Asset Administration Shell« umfasst jetzt auch ein OPC UA-, AML- und RDF-Mapping und steht im Downloadbereich der Plattform Industrie 4.0 bereit.

Industrie 4.0 – Verwaltungsschale 2.0

Die Publikation »Details of the Asset Administration Shell Part 1 - The exchange of information between partners in the value chain of Industrie 4.0« in der Version 2.0 ist die Erweiterung der im Jahr 2018 veröffentlichten ersten Fassung. Egal ob Komponentenhersteller, Maschinenbauer oder Betreiber: Die Publikation beschreibt, wie Unternehmen Informationen in der Verwaltungsschale aufbereiten und strukturieren können. So können sie alle enthaltenen Informationen als Paket (Dateiverbund) auf einheitliche Weise über mehrere Partner in der Lieferkette hinweg austauschen – ohne dass heute schon ein Online-Zugriff gestattet werden muss.

Die Publikation

  • beschreibt Informationsinhalte und Serialisierungsformate einer Verwaltungsschale.
  • spezifiziert ein technologieneutrales UML-Modell, ein XML- und JSON-Schema sowie ein Mapping für OPC UA, AutomationML und das Resource Description Framework (RDF).
  • definiert das AASX-Austauschformat für die sichere Übertragung von Verwaltungsschalen.
  • berücksichtigt Security-Aspekte und legt basierend auf dem Attribute Based Access Control (ABAC) Konzept Zugriffsrechte auf Information der Verwaltungsschale fest.

 

AASX Package Explorer: Werkzeugkasten für die Verwaltungsschale

Der AASX Package Explorer ist ein Software-Tool, mit dem Unternehmen Verwaltungsschalen in den Formaten XML und JSON erzeugen und leicht editieren können – ausgehend vom eigenen geschäftichen Anwendungsfall. Konzeptbeschreibungen werden mit eCl@ss IRDIs automatisch angelegt und referenziert. Mit Import- und Export-Funktionen für z.B. BMEcat, AutomationML oder OPC UA können sehr schnell andere Datenformate und relevante Firmendaten integriert werden.

Der AASX Package Explorer ist eine Open Source Implementierung, die unter Eclipse Public License 2.0 (EPL-2.0) als kompiliertes Programm bei Github kostenlos heruntergeladen werden kann.
»Der AASX Package Explorer ermöglicht die einfache und schnelle Erzeugung Ihrer ersten Verwaltungsschale. Schon viele Firmen haben diese Möglichkeit genutzt, ein Gefühl für das Potenzial des Konzepts der Verwaltungsschale zu bekommen«, erklärt Dr. Michael Hoffmeister von Festo, Leiter der ZVEI-Arbeitsgruppe »Modelle und Standards« in der Arbeitsgruppe »Referenzarchitekturen, Standards und Normung« der Plattform Industrie 4.0.