Zeilenkamera Materialfehler bis 6 mm Tiefe erkennen

Die »Lynx-1,7-2048« bietet laut Hersteller Xenics die höchste Auflösung aller SWIR-Zeilenkameras.
Die »Lynx-1,7-2048« bietet laut Hersteller Xenics die höchste Auflösung aller SWIR-Zeilenkameras.

Für die SWIR-Zeilenkamera (Short Wave Infra Red) Lynx-1,7-2048 setzt Xenics auf die InGaAs-Technologie. Entwickelt wurde sie für den nahen Infrarotbereich zwischen 0,9 und 1,7 µm Wellenlänge. Die Kamera bietet eine Zeilenlänge von 2.048 Pixeln im Pixelraster von 12,5 oder 25 µm und Pixelhöhen von 12,5 oder 250 µm.

Aufgrund der InGaAs-Technologie könnte die Kamera bei Raumtemperatur betrieben werden, doch ist der Lynx-Sensor standardmäßig mit einer einstufigen thermoelektrischen Kühlung ausgestattet, die sich für ein höheres SNR zu einer dreistufigen erweitern lässt. Noch im Sensor werden die analogen Ausgangssignale der InGaAs-Photodioden von zwei Auswerteschaltungen ausgewertet.

Die fünf zuschaltbaren Integrationskapazitäten der Eingangsstufe können zur Laufzeit einzeln oder zu mehreren ausgewählt werden. Alle Pixel-Werte werden nacheinander von einem analogen Multiplexer und Pad-Treiber über den Bauteilausgang zum externen A/D-Umsetzer in die Kamera-Elektronik geführt. Als Schnittstellen stehen Camera Link und eine GigE-Vision-kompatible Gigabit-Ethernet-Schnittstelle zur Verfügung.

Die Zeilenkamera kann bis zu einer Tiefe von 6 mm Abweichungen im Material entdecken. Die SWIR-Kameras könnten die schwache Elektrolumineszenz von Solarmodulen analysieren und so helfen, die Fertigungsausbeute zu erhöhen. Eine weitere Anwendung der Spektroskopie ist die Optische Kohärenz­tomographie (OCT): Ohne die menschliche Haut zu verletzten, lassen sich Querschnittsbilder von ihr anfertigen. Hautkrebs könnte so frühzeitig erkannt werden.