Handelsstreit mit USA Maschinenbauer warnen vor »krummen Deals«

Kurz vor Verhandlungen zwischen der EU und den USA im Handelskonflikt hat der Maschinenbauverband VDMA vor einer weiteren Eskalation gewarnt.

»Der transatlantische Handel muss auf klaren Regeln basieren, nicht auf Drohungen und krummen Deals« erklärte der Leiter der VDMA-Außenwirtschaftsabteilung, Ulrich Ackermann, am Dienstag in Frankfurt. Eine pragmatische Lösung wäre ein schlankes Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA mit dem Ziel, alle Industriezölle abzubauen und technische Handelsbarrieren zu senken.

Am Mittwoch reisen EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström zu Gesprächen in die Vereinigten Staaten. Für Stahl und Aluminium auch aus der EU hatten die USA bereits höhere Zölle verhängt. Zuletzt hatte US-Präsident Donald Trump mit neuen Zöllen auf Autos aus Europa gedroht.

20 Prozent auf Autos

Die angedrohten Strafzölle von mindestens 20 Prozent auf Autos aus der EU müssten im Interesse beider Seiten verhindert werden, sagte Ackermann. Der VDMA stehe der Idee sogenannter plurilateraler Zollabkommen skeptisch gegenüber, die unter dem Dach der Welthandelsorganisation WTO einen Zollabbau nur in einem bestimmten Wirtschaftszweig schaffen würden. »Eine Vereinbarung mit den USA sollte weitgehend den gesamten Handel liberalisieren. Nur dann haben wir das leidige Thema der bilateralen Zölle ein für alle Mal vom Tisch, und der Handelskonflikt wird damit auch langfristig beendet«, sagte Ackermann.

Für den deutschen Maschinenbau sind die USA laut Verband der größte Auslandsmarkt mit einem Exportvolumen von knapp 18 Milliarden Euro.