VDMA Maschinenbau übertrifft Rekordjahr 2008

Der VDMA rechnet für das laufende Jahr mit einem absoluten Rekordumsatz von 209 Milliarden Euro für den deutschen Maschinen- und Anlagenbau. Dieser Umsatz übertrifft sogar das Rekordjahr 2008 um rund eine Milliarde Euro. Die Produktionsprogonose für 2013 ist ein Plus von zwei Prozent.

»Im Bewusstsein vieler Menschen in unserem Land ist das Jahr 2012 nicht unbedingt ein gutes Jahr für die Industrie. Das bedeutet für uns: Bewusstsein und Realität stehen nicht im Einklang!«, so Dr. Thomas Lindner, Präsident des VDMA, anlässlich einer Pressekonferenz zum 6. Deutschen Maschinenbau-Gipfel in Berlin. Danach folgt die Prognose zum Gesamtumsatz der Branche: 209 Mrd. Euro. Das ist der höchste Umsatz, den die Maschinenbauindustrie je erreicht hat und übertrifft das Rekordjahr 2008 um eine Umsatzmilliarde. Im Vergleich dazu: Im Jahr 2002 lag der Umsatz bei 133 Mrd. Euro.

Ein Grund für das Wachstum in den vergangenen zehn Jahren ist die fortschreitende Internationalisierung der Branche. Die Exportquote ist im letzten Jahrzehnt von 68 Prozent in 2002 auf rund 75 Prozent im Jahr 2011 gestiegen. Im Zeitraum von Juli 2011 bis Juli 2012 ist die Anzahl der Beschäftigten in der Branche um 43.000 Arbeitsplätze gestiegen. Wie sich der Maschinenbau in den letzten Jahren entwickelte, können Sie der Bildergalerie entnehmen.

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VDMA-Daten im Überblick

Hier finden Sie die Konjunkturdaten des deutschen Maschinenbaus sowie die Ergebnisse der Tendenzumfrage 2012.

Tendenz positiv

Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer hat eine Tendenzbefragung durchgeführt. Das Ergebnis: Die Unternehmen sehen positiv in die Zukunft, vor allem, weil der deutsche Maschinen- und Anlagenbau im internationalen Vergleich als äußerst wettbewerbsfähig gilt. Bestätigt wird das durch die Produktionsprognose des Verbands von plus zwei Prozent für das Jahr 2013. »Lassen Sie mich klar sagen: Der deutsche Maschinenbau steht für internationale Spitzenleistung. Ohne die deutschen Maschinenbauer ist eine international wettbewerbsfähige Produktion auf der Welt kaum möglich. Diese Chance sehen unsere Unternehmen, und das stärkt ihr Selbstbewusstsein«, so Lindner.

Trotzdem hat Deutschland in der preislichen Wettbewerbssituation im Vergleich zur ersten Umfrage im Jahr 2000 im internationalen Vergleich etwas verloren. China dagegen steht als Gewinner da. Lindner warnte aber davor, nicht zu übersehen, dass Deutschland im Moment von den gegenwärtigen Wechselkursen profitiert.

Das Ergebnis im Einzelnen finden Sie in der Bilderstrecke.

Lindner fordert Taten von Europa

Laut Lindner stehen in Deutschland produzierende Industrien wie die Maschinenbauindustrie für die Zukunft und wie keine andere Industrie für das Thema Wohlstand. Welche Rolle die produzierende Industrie jedoch in Zukunft in Gesamt-Europa einnehmen wird, sei in Brüssel jedoch noch nicht abzusehen: »EU-Kommissar Tajani fordert eine dritte industrielle Revolution, die den Anteil der Industrie an der europäischen Wirtschaftsleistung von derzeit 16 Prozent bis 2020 wieder auf 20 Prozent steigern soll. Wir unterstützen diesen Ansatz sehr, müssen aber auch klar sagen, dass es sehr wünschenswert wäre, wenn nicht nur starke Worte und programmatische Aussagen das Bild prägen würden, sondern konkrete Taten«, so Lindner