TU Wien Hilfe, der Roboter steckt fest!

Astrid Weiss und Markus Bajones
Astrid Weiss und Markus Bajones

Eigentlich sollen Roboter Menschen unterstützen und schwere oder gefährliche Arbeiten übernehmen. Doch manchmal sind sie selbst auf Hilfe angewiesen. Aber wann erklärt sich der Mensch dazu bereit dem Roboter zu helfen? Mit dieser Frage beschäftigt sich ein Forschungsprojekt an der TU Wien.

Wenn ein unerwartetes Hindernis den Weg des Roboters blockiert, ist er meistens auf Hilfe angewiesen. In solchen Fällen muss der Mensch den Roboter unterstützen und eingreifen. Wie die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine am besten funktioniert, untersuchen Forscher der Technischen Universität Wien (TU Wien). Experimente zeigen: Sagt der Roboter klar, was er braucht, verzeihen die meisten Menschen sogar wiederholte Fehler problemlos und die Störung ist leicht zu beheben. Allerdings hat die kulturelle Herkunft einen Einfluss auf die Reaktion der Versuchspersonen.Wir Menschen haben gelernt, wie wir mit anderen kooperieren müssen. Automatisch können wir uns in die Situationen unserer Mitmenschen hineinversetzen, um ihre Handlungen zu verstehen. Bei Maschinen fällt uns das jedoch viel schwerer. Stürzt ein Computer aus unerkennbaren Ursachen zum dritten Mal ab, reagieren Nutzer schnell aggressiv: Wenn wir nicht wissen, was da vor sich geht, ärgern wir uns.

Laut Astrid Weiss muss der Roboter seinen Systemstatuts klar und verständlich kommunizieren, damit wir den Fehler auch akzeptieren. Weiss ist Soziologin, ausgezeichnet mit einem Hertha-Firnberg Stipendium, und forscht am Institut für Automatisierungs- und Regelungstechnik der TU Wien in der Arbeitsgruppe »Vision4Robotics« unter der Leitung von Markus Vincze. In ihrer Forschung überträgt sie Konzepte aus der Soziologie auf die Interaktion zwischen Mensch und Maschine, um die Zusammenarbeit zu verbessern und bestehende Kommunikationsprobleme zwischen Menschen und Robotern genauer zu verstehen.