Fraunhofer-Allianz Vision Fraunhofer IPK ist neues Mitglied

Am Fraunhofer IPK werden KI-basierte Mehrwertdiesnte für die Produktion entwickelt: Über eine Smartphone-App können markerlose Bauteile in kurzer Zeit identifiziert werden.
Am Fraunhofer IPK werden KI-basierte Mehrwertdiesnte für die Produktion entwickelt: Über eine Smartphone-App können markerlose Bauteile in kurzer Zeit identifiziert werden.

Das IPK erweitert das Kompetenzfeld der Bildverarbeitungs-Allianz um KI-basierte Software für die Produktion.

In der Fraunhofer-Allianz Vision arbeiten Fachabteilungen aus bisher 15 Fraunhofer-Instituten und -Einrichtungen zu den Themen Bildverarbeitung und optische und akustische Mess- und Prüftechnik eng zusammen. Mit dem Fraunhofer-Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik IPK aus Berlin ist nun das 16. Mitglied hinzugekommen.

Kompetenzfelder des IPK

Die Forscher bringen Fachwissen aus dem Bereich KI-basierte Mehrwertdienste für die Produktion in die Allianz mit ein. Am Fraunhofer IPK wird eine Technik zur markerlosen Identifikation von Bauteilen entwickelt, die u.a. beim Wareneingang und der Intralogistik, dem Ersatzteilmanagement und im Sortierungsprozess eingesetzt wird. Der Zugang erfolgt durch eine endgeräte- und betriebssystemunabhängige Plattform – Smartphones, Tablets oder High-End-Industriekameras.

Ein Vorteil der Technik ist die kurze Trainingszeit und ein geringer Implementierungsaufwand. Zugrunde liegen Methoden des maschinellen Lernens, indem Convolutional Neural Networks (CNNs) mit nur einer kleinen Menge von vorher aufgenommenen Bildern trainiert werden.

Optische Oberflächenprüfung und Digitalisierung

Für die optische Oberflächenprüfung werden Systeme zur 100-Prozent-Qualitätskontrolle von Einzelprodukten oder Endlosmaterial (z.B. transparenten Rohren) entwickelt. Neben der Bildverarbeitungsalgorithmik wird auch die gesamte mechanische und elektrische Integration in den Produktionsprozess durchgeführt.

Im Bereich bildbasierte Digitalisierung deckt das IPK die Konzeptionierung und Entwicklung von Digitalisierungssystemen für industrielle Neu- und Gebrauchtteile ab und die Implementierung beim Endanwender. Auf Basis einer schnellen bildbasierten Erfassung sowohl von Produkten als auch ihrer Komponenten können Stammdaten in Stammdatenbanken hinterlegt werden. Die Anwender werden bei der Integration der Digitalisierung in ihren vorhandenen Prozess unterstützt, sodass Prozessschritte und -zeiten vereinfacht und verkürzt werden.

Durch die Mitgliedschaft des Fraunhofer IPK vergrößert sich die Fraunhofer-Allianz Vision nun auf 16 Mitglieder. Gegründet würde die Allianz zum Austausch von Wissen und Erfahrung, zum Bündeln der unterschiedlich gelagerten Kompetenzen und zur Kooperation im Rahmen von Projekten.