Deutscher Zukunftspreis 2010 Drei Forscherteams für Wissenschaftspreis nominiert

Laserlicht findet Wertstoffe - Ressourcen für unsere Zukunft

Das Team der Firma Unisensor Sensorsysteme GmbH aus Karlsruhe entwickelte ein Verfahren, um PET-Kunststoff aus Getränkeflaschen beim Recycling sauber und sortenrein zu trennen und selbst von kleinsten Fremdstoffen zu befreien. Zum Team gehören: Prof. Dr.-Ing. Gunther Krieg (Sprecher), Dipl.-Ing. (FH) Jürgen Bohleber undDipl.-Ing. (FH) Dirk Christian Fey.

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Laserlicht findet Wertstoffe - Ressourcen für unsere Zukunft

Das Team der Firma Unisensor Sensorsysteme GmbH aus Karlsruhe entwickelte ein Verfahren, um PET-Kunststoff aus Getränkeflaschen beim Recycling sauber und sortenrein zu trennen und selbst von kleinsten Fremdstoffen zu befreien. Das Verfahren ist für den

Granulat oder zu Flocken zermahlenes Polyethylenterephtalat (PET) wird mit ultraviolettem, sichtbarem und infraroten Laserlicht beleuchtet. Sensoren fangen das Streulicht auf und analysieren es. Anhand eines charakteristischen physikalischen Fingerabdrucks lassen sich Fremdmaterialien und Verunreinigungen zuverlässig erkennen und mit Überschalldüsen entfernen.

Einer aktuellen Studie zufolge sind Einwegflaschen aus PET für die Umwelt und für das Klima nicht schädlicher als Mehrwegflaschen aus Glas, vorausgesetzt, dass das PET-Material recycelt und zur Herstellung neuer Flaschen wieder verwendet wird. Bisherige Recyclingverfahren waren jedoch nicht in der Lage, verschiedene Wertstoffe zu unterscheiden. Aufgrund von Farb-, Leim- und Papierresten konnte also nicht das ganze PET recycelt werden.

Mit dem nominierten Verfahren kann jedoch aus gebrauchten PET-Kunststoffen einen Wertstoff gewonnen werden, der sich zu 100 Prozent zur Herstellung neuer Flaschen eignet. In Europa und Amerika arbeiten bereits mehrere Recyclingbetriebe mit der »Powesort-200«-Technologie; weitere Anlagen sollen bald folgen.

Das Projekt »Laserlicht findet Wertstoffe – Ressourcen für unsere Zukunft« wurde von der AiF - Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen »Otto von Guericke« e.V. vorgeschlagen.