Hermes Award 2018 Das sind die 5 nominierten Unternehmen

Bereits zum 15. Mal wird der Hermes Award verliehen.
Bereits zum 15. Mal wird der Hermes Award verliehen.

Im Rahmen der Hannover Messe 2018 wird auch in diesem Jahr der Hermes Award verliehen. Für den Industriepreis wurden fünf Unternehmen nominiert, die auf der Messe Produkte präsentieren, die für eine technische Innovation stehen.

Eine unabhängige Jury unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Wolfgang Wahlster, Vorsitzender der Geschäftsführung des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI), hat fünf Unternehmen für den Hermes Award 2018 nominiert.

Mit dem Hermes Award kürt die Deutsche Messe anlässlich der Hannover Messe nun schon zum 15. Mal Unternehmen für ihre Produkte, die für eine technische Innovation stehen und erstmals auf der Hannover Messe präsentiert werden. Der Gewinner des Preises wird im Rahmen der Eröffnungsfeier der Hannover Messe gekürt. Am 22. April werden die fünf nominierten Produkte präsentiert – die Laudatio und die Preisübergabe erfolgen durch die Bundesforschungsministerin Anja Karliczek.

Professor Wahlster erklärt zur Auswahl der Jury: »Die nominierten Produkte unterstreichen den Trend zu selbstlernenden und autonomen Systemen auf der Basis von Künstlicher Intelligenz und smarter Sensorik als Treiber der zweiten Welle der Digitalisierung. Der Mensch steht dabei weiter im Mittelpunkt und wird in Zukunft bei seiner Arbeit durch kognitive oder physische Assistenzsysteme wie Augmented-Reality-Brillen oder Exoskelette unterstützt.«

Das sind die fünf nominierten Unternehmen

Alpha Laser, Puchheim:

Bei dem nominierten Produkt handelt es sich um ein mobiles Laserschweißsystem für flexible Reparaturarbeiten. Die AR-Visualisierung des Schweißprozesses erfolgt über eine 3D-Laserschutzbrille. Mit der Brille kann der Benutzer, gleichzeitig die Schweißaufgabe und seine Umgebung wahrnehmen. Der Schweißbereich wird im Blickfeld vergrößert dargestellt und prozessrelevante Daten werden im Bild eingeblendet. Der Laserstrahl wird über ein ergonomisch ausgearbeitetes Handgerät ausgelöst.

Endress+Hauser Messtechnik GmbH + Co. KG, Weil am Rhein:

iTHERM TrustSens TM371 ist ein hygienisches Kompaktthermometer mit einem selbstkalibrierenden Sensor für sicherheits- und qualitätsrelevante Prozesstemperatur-Messungen, wie sie zum Beispiel in der Lebensmittel- oder Pharmaindustrie erforderlich sind. Die automatische Temperaturkalibrierung des Sensors erfolgt über die materialspezifische, exakte und langzeitstabile Curie-Temperatur eines im Sensor integrierten internen Referenzsensors. Die vollautomatisierte Inlinekalibrierung des Temperatursensors ist auditsicher und vermeidet zusätzliche Arbeitsabläufe für regelmäßiges Nachkalibrieren.

GBS German Bionic Systems GmbH, Augsburg:

Bei German Bionic CRAY X handelt es sich um ein aktives Exoskelett, das die körperliche Arbeit des Menschen unterstützt. Dabei wird die menschliche Intelligenz mit maschineller Kraft über intelligente Mechatronik kombiniert. Das Exoskelett unterstützt und verstärkt die Bewegungen des Trägers. Mithilfe einer Smartwatch kann die Stärke des Systems individuell und aufgabenspezifisch angepasst werden. Die dazugehörige cloudbasierte Software basiert auf Open-Source-Technik und offenen Standards.

TH Ingolstadt / Continental AG , Ingolstadt/Hannover:

Das Projekt SAFE beinhaltet ein integrales Schutzsystem für automatisiertes Fahren. Mithilfe von Kamera-, Radar- und Lidarsensoren kann vorhergesagt werden, wie schwer ein zu erwartender Unfall ausfallen wird und löst  Schutzsystemen vor und zum Kollisionszeitpunkt aus. Eine Safety Domain Control Unit steuert die Entscheidung, welche Sicherheitsmaßnahmen erfolgen.

Upskill, Austin, Texas, USA:

Bei dem Projekt Skylight Augmented Reality (AR) handelt es sich um eine Softwareplattform, die neue Techniken nutzt, die durch das Internet der Dinge (IoT) bereitgestellt werden. Mit AR für Smart Glasses können komplexe Arbeitsschritte erläutert werden; dadurch sinkt die Fehlerrate in der Produktion und die Arbeitsproduktivität steigt. Die drei Funktionen Skylight Application Builder, Skylight Connect und Skylight ermöglichen dem Anwender neue AR-Lösungen auf einer gemeinsamen Plattform zu erstellen, zu testen und zu implementieren. Daten aus der Produktion können direkt in die AR-Anwendung integriert werden.