OP-Roboter im Klinikum Nürnberg Da Vinci 4.0

Vorteile der vierten Generation

Der OP-Roboter, der im Klinikum Nürnberg zum Einsatz kommt, gehört bereits zur vierten Generation des US-Herstellers Intuitive Surgical. Die ersten Geräte kamen vor etwa 20 Jahren in Deutschland zum Einsatz. Das neue Gerät hat einige Vorteile:

  • Bestmögliche 3-D-Bildqualität mit hoher Auflösung, bis zu zehnfacher Vergrößerung und sehr guter Sicht ins Operationsfeld
  • Einfache Bedienung: Die Instrumente lassen sich leicht führen und das Gewicht der Roboterarme wurde reduziert. Der Operateur ermüdet nicht so schnell.
  • »Anti-Tremorwirkung«: Unwillkürliche Bewegungen werden ausgeglichen
  • Geringe »Andockzeit«: Kürzere OP-Zeit und Narkose
  • Beweglicher OP-Tisch: Der Patient kann während der Operation mehrfach umgelagert werden.

»Die hohe Bildqualität des neuen Roboter-Modells ermöglicht eine präzise Zuordnung von feinen Strukturen wie Nerven und Blutgefäßen«, erläutert Dr. Sascha Pahernik. Der Chefarzt der Klinik für Urologie, Universitätsklinik der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität hat viele Jahre mit den OP-Robotern der früherer Generation operiert.

Laut Pahernik hat der neue OP-Roboter Vorteile, die dem Patienten zugutekommen. Die Roboter-Arme seien einfacher zu bedienen und das Operationsfeld könne besser beurteilt werden. Die technischen Eigenschaften sind wesentlich ausgereifter und können mit anderen Geräten oder Bildgebung vernetzt werden. Dass ermögliche eine schnellere, effektivere und präzisere Chirurgie. So können wichtige anatomische Strukturen wie Nerven und Blutgefäße geschont werden, um die Funktion von Organen zu erhalten. Für den Erhalt der Kontinenz und Potenz bei der Entfernung der Prostata hat das eine zentrale Bedeutung. Auch die Klinik für Frauenheilkunde am Klinikum Nürnberg setzt den Roboter ein. Künftig werden auch große Eingriffe bei gynäkologischen Tumorerkrankungen sowie Senkungsoperationen mit dem Da-Vinci-Roboter durchgeführt.