Plagiarius 2015 »Award of Shame« für Produktpiraten

Am 13. Februar 2015 wurden der Plagiarius auf der Konsumgütermesse Ambiente in Frankfurt/Main vergeben.

Am 13. Februar wurde auf der Messe Ambiente der Negativpreis für Produktfälscher, der Plagiarius, verliehen. Ausgezeichnet wurden Hersteller und Vertriebsplattformen für Fälschung. Dieses Jahr ging der »Award of Shame« auch an eine deutsche Traditionsfirma.

Produkt- und Markenpiraterie ist ein Milliarden-Geschäft. Trotz Strafen lohnt sich das Geschäft mit gefälschter Ware. Betroffen sind jedoch nicht nur Hersteller von Weißer Ware oder anderen Konsumgütern, sondern auch die Industrie. Öffentlich, geschweige denn Medienwirksam, werden Plagiatoren und deren Geschäftspartner selten genannt. Deshalb »bastelte« Rido Busse aus dem handelsüblichen Gartenzwerg Nr. 917 der Firma Heissner den Negativpreis »Plagiarius«. Er lackierte den Gartenzwerg schwarz und verpasste ihm eine goldene Nase. Die goldene Nase dient als Symbol für den hohen Gewinn der Produktpiraten, der sprichwörtlich auf Kosten der Unternehmen geht.

Der Negativ-Preis Plagiarius prangert die Geschäftspraktiken von Nachahmern, die Design und technische Lösungen kopieren und vertreiben, öffentlich an. Zu den Opfern der ausgezeichneten Fälscher gehören u.a. Festo und auch Rittal.

Auch dieses Jahr wurde der Plagiarius an besonders dreiste Fälscher verliehen. Der »Award of Shame« ging u.a. an das deutsche Traditionsunternehmen Rosenthal.

Sehen Sie in unserer Bildergalerie die aktuellen Preisträger des Plagiarius.

Bilder: 18

Plagiarius 2015

Der »Award of Shame« für Produktpiraten wurde am 13. Februar an dreiste Fälscher vergeben.

36 Mio. Produkte im Wert von 760 Mio. Euro beschlagnahmt

Im Jahr 2013 beschlagnahmten die EU-Zollbehörden knapp 36 Millionen rechtsverletzende Produkte im Wert von 760 Mio. Euro an den EU-Außengrenzen. Rund 70 % der Aufgriffe betrafen private Online-Bestellungen, die über Post und Kuriere geliefert wurden. Neben Bekleidung und Sportartikel waren u.a. auch Medikamente mit falschen oder keinen Wirkstoffen, verunreinigte Parfums, Kosmetika und Lebensmittel auch Spielwaren mit Erstickungsgefahr wegen loser Teile  sowie Motorsägen und Bremsbeläge unter den festgehaltenen Waren.

Da die Mehrheit der Fälscher auf schnellen Profit aus sind, waren die Waren teils aus minderwertigen Materialien. Um die Gewinnspanne zu maximieren, verzichten die Plagiatoren auch auf Qualitäts- und Sicherheitskontrollen, produzieren unter menschunwürdigen Arbeitsbedingungen und setzen dabei wissentlich die Gesundheit der Fabrikarbeiter und Konsumenten aufs Spiel.