Elektronik-Zeitreise Automatisches Fahrkartensystem für die Pariser Metro

Ab 1974 wurde die Pariser Metro mit einem automatischen Fahrkartensystem ausgestattet. Dazu gehörte die Vernetzung der Fahrscheinautomaten und sämtlicher Durchgangskontrollen.

Ganz Paris – genauer gesagt: das gesamte Stadtnetz der Métro von Paris soll 1974 mit einem automatischen Fahrkartensystem ausgerüstet werden. Den Auftrag mit einem Wert von umgerechnet 90 Millionen DM haben die Compagnie Général d’Automatisme und die Société d’Etudes de Systèmes d’Automation bereits in der Tasche.

Beide Firmen haben ein solches automatisches Kontrolllsystem, das mit magnetischen Fahrkarten arbeitet, bereits für die Pariser Expreß-Métro entwickelt. Bis 1974 werden 14 Computer mit Fahrkartenkontrollvorrichtungen und den Fahrscheinausgabe-Automaten der 270 Stationen des Métronetzes verbunden sin. Dazu gehören insgesamt 1400 Durchgangskontrollen (Schranken und Drehkreuze) und 350 Automaten.

Neben der Bearbeitung und der Kontrolle der Fahrkosten und der Fahrscheinausgabe übernimmt dieses System die Anwesenheitskontrolle und die Aufstellung der Dienstpläne des Métropersonals sowie die statistischen Auswertungen. Die Betriebskosten werden damit erheblich gemindert. […]

Da die Massenverkehrsmittel ohnehin mit chronischer Personalknappheit gesegnet sind, werden auch in Deutschland die Verkehrsbetriebe der Städte bald an ähnliche Einrichtungen, wie sie jetzt für die Métro in Paris geplant sind, denken müssen.