Bildverarbeitungsmesse: Vision 2016 Ausstellerrekord erwartet - Bosch erstmals vertreten

Nach zwei Jahren ist es wieder so weit: Die neuesten Industriekameras, Bildverarbeitungssysteme und Komponenten werden auf Vision 2016 zu sehen sein.
Nach zwei Jahren ist es wieder so weit: Die neuesten Industriekameras, Bildverarbeitungssysteme und Komponenten werden auf Vision 2016 zu sehen sein.

Vom 8. – 10. November 2016 öffnet die Vision in Stuttgart wieder ihre Tore. Auf der Weltleitmesse für industrielle Bildverarbeitung erwartet der Veranstalter diesmal etwa 450 Aussteller, unter denen erstmals auch die Robert Bosch GmbH vertreten sein wird. Es wäre ein weiteres Rekordergebnis.

Nach den Jahren 2012 (372 Aussteller) und 2014 (432 Aussteller) wäre es der dritte Ausstellerrekord in Folge. Die industrielle Bildverarbeitung liegt sozusagen voll im Trend. Das liegt laut VDMA Vorstandsmitglied Dr. Horst Heinol-Heikkinen auch am Bestreben vieler Unternehmen, den Grad an Automatisierung und Vernetzung ihrer Produktion gemäß dem Trend »Industrie 4.0« weiter zu erhöhen. Die industrielle Bildverarbeitung ist laut Heinol-Heikkinen für Fertigungsmaschinen natürlicherweise das, was für den Menschen das Auge ist. Technisch sei die industrielle Bildverarbeitung nun an einem Punkt angekommen, den man berechtigterweise als Maschinelles Sehen bezeichnen könne, so Heinol-Heikkinen weiter. Im Unterschied zu früher sei die Bildverarbeitung nun mit den Produktionsmaschinen so eng verzahnt, dass aus den durch Bildverarbeitungssysteme ermittelten Daten auch Anpassungen des Produktionsprozesses umgesetzt werden können.

Premierenauftritt von Bosch

Erstmals auf der Vision wird die Robert Bosch GmbH als Aussteller vertreten sein. Den Auftritt wollen die Stuttgarter Ingenieure nutzen, um das Bildverarbeitungssystem »APAS Inspector« in den Fokus der breiten Aufmerksamkeit zu rücken. Das System gehört zu Boschs Familie von kollaborativen Assistenzsystemen. Der Inspector erfasst mit einer Highspeed-Kamera die Oberfläche von Kleinteilen in einem 3D-Verfahren. Visualisiert wird das Ergebnis über eine zugehörige Software mit künstlicher Intelligenz (KI). Ein Mitarbeiter bewertet die Oberfläche anhand der Messung und speichert seine Bewertung in der Software. Die KI der Software erlernt so schrittweise eine Qualitätsbeurteilung.

Eingesetzt wird der APAS Inspector bereits in der Produktion der Robert Bosch GmbH und auch bei einigen Firmen, die nicht zur Bosch-Gruppe gehören. Dieser Personenkreis soll durch den Auftritt auf der Vision weiter vergrößert werden.

Neben der Robert Bosch GmbH hat die Vision noch eine Menge weiterer Highlights zu bieten. Thomas Walter vom Veranstalter Landesmesse Stuttgart kündigte Industriekameras mit höherer Auflösung sowie höherer Bildwiederholrate an und Kameras, »die die Robotersprache sprechen« – Innovationen, so weit das Kameraauge reicht.