Hannover Messe: KUKA will in 3C-Markt AGILUS Roboter von KUKA für elektronische Kleinteilefertigung

Auf der Hannover Messe 2016 präsentierte KUKA seinen bisher kompaktesten Vertreter der Kleinteileroboterserie AGILUS, den KR 3. Mit ihm will KUKA den chinesischen Roboter-Markt deutlich weiter als bisher für sich erschließen.
Auf der Hannover Messe 2016 präsentierte KUKA seinen bisher kompaktesten Vertreter der Kleinroboterserie AGILUS, den KR 3. Mit ihm will KUKA den chinesischen Roboter-Markt deutlich weiter als bisher für sich erschließen.

Auf der Hannover Messe präsentierte KUKA mit dem KR 3 das bisher kompakteste Modell seiner einarmigen Kleinroboterfamilie AGILUS. Es ist eine Reaktion auf den Umbruch in Teilen der chinesischen Elektronikfertigung.

Bilder: 10

KUKA auf der Hannover Messe 2016

Der Augsburger Roboterhersteller KUKA kündigte auf der Messe nicht nur große Ziel an, sondern zeigte auch, was das Unternehmen technisch bereits auf die Beine gestellt hat.

Gegenüber dem bisher kleinsten Modell der AGILUS Serie, dem KR 6 mit 6 kg Traglast, ist der KR 3 noch einmal deutlich kompakter. Er wiegt etwa 26 kg, hat eine Stellfläche von ca. 180 x 180 mm² und kann Lasten bis 3 kg innerhalb eines Radius von 540 mm bewegen. Konzipiert wurde er von KUKA, um alle wesentlichen Arbeitsschritte der Kleinteilemontage zu übernehmen – u.a. Greifen, Stecken, Kleben, Löten, Testen und Prüfen. Laut Stefan Lampa, Vorsitzender der Geschäftsführung von KUKA Roboter, handelt es sich bei dem Modell aktuell um den schnellsten Roboter im Bereich bis 3 kg Traglast.

Als »highly competative« durch »Präzision und Geschwindigkeit« bezeichnete er den KR 3 im Zuge der Pressekonferenz auf der Hannover Messe. Zusammen mit dem Vorstandsvorsitzenden der KUKA AG, Till Reuter, erklärte er auch das große Ziel, das KUKA mit dem kleinen Roboter verfolgt. Der KR 3 ist der erste Roboter des Augsburger Herstellers, der für die Fertigung von 3C-Bauteilen und Baugruppen (computer, communication and consumer electronics) geeignet ist.

Aufgrund des sich abzeichnenden Umbruchs in China, sehen die Verantwortlichen bei KUKA nun die Zeit gekommen, diesen Markt zu bedienen. Ein Großteil aller 3C-Produkte wird in China hergestellt – bisher häufig noch in Handarbeit. »Chinesische Fabrikbesitzer sind jetzt auf der Suche nach Robotern für die Elektronikfertigung«, erklärt Lampa. Mit den zusätzlichen Umsätzen durch den KR 3 und den weiteren Geschäftsausbau im asiatischen Bereich, planen die Augsburger bis 2020 ihren Umsatz auf dem chinesischen Markt für Roboter von aktuell 450 Mio. auf 1 Mrd. Euro zu erhöhen.

Einen offiziellen Listenpreis für den KR 3 gibt es noch nicht, aber er werde definitiv unter 24.000 € liegen, versicherte Lampa. Der KR 3 ist kein kollaborativer Roboter, wie beispielsweise der zweiarmige Kleinroboter YuMi vom Hersteller ABB (Listenpreis 36.000 €), der in der letzten Zeit von sich reden machte, sondern ist für die schnelle Erledigung von monotonen Arbeitsschritten ausgelegt und arbeitet hinter einem Schutzgitter.