Quartalsbericht Siemens Abspaltung von Osram geplant

Siemens-Vorstandvorsitzender Peter Löscher sieht eine sich verstärkende Abwärtsbewegung der Weltwirtschaft: »Wir spüren eine zunehmende Investitionszurückhaltung bei unseren Kunden.«

Das schwieriger werdende Marktumfeld hat Siemens im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2012 zu spüren bekommen. Zwar wuchs der Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 10 Prozent, der Auftragseingang hingegen ging um 23 Prozent zurück. Angesichts sdes schwierigen Kapitalmarktumfeldes soll die geplante Börsennotierung von Osram nun über eine Abspaltung an die Siemens-Aktionäre erfolgen.

Siemens strebt dabei weiterhin eine Minderheitsbeteiligung an Osram an und will langfristig Ankeraktionär bleiben. Durch die Spin-off-Variante lässt sich nach Angaben des Unternehmens "das Ziel der Börsennotierung unabhängiger vom Kapitalmarkt erreichen. Auf diese Weise gewinne Osram die nötige Eigenständigkeit und flexiblere Finanzierungsmöglichkeiten

Gestiegener Umsatz, rückläufiger Auftragseingang

Die Gründe für die Umsatztsteigerung auf insgesamt 19,5 Mrd. Euro lauten: guter Auftragsbestand und positive Währungsumrechnungseffekte. Das erheblich geringere Volumen aus Großaufträgen wiederum führte einem Rückgang beim Auftragseingang auf 17,8 Mrd. Euro; im letzten Jahr hatte der ICx-Auftrag der Deutschen Bahn für ein deutliches Plus gesorgt. In den Schwellenländern stieg der Autragseingang um 5 Prozent auf 6,7 Mrd. Euro.

Das Ergebnis wiederum lag deutlich über dem Vorjahreswert, der von negativen Ergebniseffekten im Zusammenhang im Zusammenhang mit dem Partikeltherapie-Geschäft belastet worden war. Trotz gestiegener Kosten konnte das Ergebnis im Vergleich zum Vorjahreswert vn 1,1 Mrd. auf 1,8 Mrd. Euro verbessert werden.

Für das Geschäftsjahr 2012 erwartet Siemens ein moderates organischen Umsatzwachstum. Der Vorstandsvorsitzende von Siemens, Peter Löscher, sagte hierzu: »Angesichts des verschlechterten Umfeldes ist es schwieriger geworden, unsere Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr zu erreichen.« Diese liegt in einem Zielkorridor zweichen 5.2 bis 5,4 Mrd. Euro für den Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten zu erreichen.

Das Unternehmen weist darauf hin, dass von dierer Prognose wesentliche Auswirkungen aus Portfoliomaßnahmen sowie aus rechtlichen und regulatorischen Themen im vierten Quartal ausgenommen sind.