Gewinn sinkt ABB sieht schwächere Robotik-Nachfrage

Abb-Zentrale in Mannheim.

Der Schweizer Industriekonzern ABB leidet unter einer sinkenden Nachfrage in seinem Geschäftsfeld Robotik und Fertigungsautomation.

Auftragseingang, Umsatz und Gewinn gingen daher im dritten Quartal zurück und verfehlten zudem die Erwartungen der Analysten. So sank der Auftragseingang um drei Prozent auf knapp 6,7 Milliarden US-Dollar, wie das Unternehmen am Mittwoch in Zürich mitteilte. Der Umsatz fiel ebenfalls um drei Prozent auf knapp 6,9 Milliarden Dollar. Der Konzerngewinn nahm überdurchschnittlich um 15 Prozent auf 515 Millionen Dollar ab.

ABB befindet sich derzeit im Umbruch. So vereinfacht der Konzern seine Organisationsstruktur. Die Transformation soll 2021 jährliche Kosteneinsparungen von 500 Millionen Dollar bringen, für das laufende Jahr liegt das Sparziel bei 150 bis 200 Millionen Dollar. Zudem will sich Konzern sein Stromnetzgeschäft ausgliedern. Die Arbeiten kämen voran, ABB gehe davon aus, die Transaktion im ersten Halbjahr 2020 abzuschließen. Zudem gibt es auch Umbauten im Management: Ab März 2020 soll Björn Rosengren den Chefsessel übernehmen. Konzernchef Ulrich Spiesshofer war im April zurückgetreten.