Weidmüller: 5 Prozent Umsatzwachstum erwartet

Die Weidmüller-Gruppe erwartet für das Jahr 2010 ein moderates Umsatzwachstum von rund 5 Prozent. Vor allem die guten Umsatzzahlen in der Region Asien/Pazifik sind dabei die Basis für diese positive Entwicklung.

»Im vierten Quartal hat der Auftragseingang wieder angezogen. Damit dürften wir die Konjunktur-Talsohle erreicht haben und es sind erste positive Zeichen erkennbar. Wir werden aber einige Jahre brauchen, um das Umsatzniveau des Jahres 2008 wieder zu erreichen«, erklärte Vorstandssprecher Dr. Joachim Belz auf dem Jahresendgespräch.

Im laufenden Geschäftsjahr 2009 wird der Hersteller für elektrische Verbindungstechnik und Elektronik voraussichtlich einen Rückgang des Umsatzes von 25 Prozent auf rund 400 Millionen Euro ausweisen. Der weltweite Maschinenbau stellte mit Umsatzreduzierungen bis 40 Prozent die größte Herausforderung dar.

In Summe hat Weidmüller ein Effizienzprogramm umgesetzt, mit dem die Gesamtkosten um mehr als 50 Millionen Euro gegenüber 2008 reduziert werden konnten. Gleichzeitig wurden im Jahr 2009 rund 27 Millionen Euro in die Entwicklung neuer Produkte und neuer Märkte investiert. Rund 30 Prozent des hohen F&E-Aufwands flossen in Elektronikprodukte. Im nächsten Jahr wird der Entwicklungsaufwand rund 28 Millionen Euro betragen.

Positive Wachstumssignale kamen und kommen vor allem aus der Region Asien/Pazifik. Mit einem Umsatzwachstum von 25 Prozent wird China zum zweitwichtigsten Absatzmarkt für Weidmüller hinter Deutschland. Profitieren konnte Weidmüller China besonders im Bereich der Erneuerbaren Energien. Gestärkt durch Konjunkturpakete werden in China zurzeit hohe Investitionen im Bereich Windenergie getätigt. Hält die derzeitige Entwicklung an, wird China in den nächsten Jahren 20 bis 30 Millionen kW durch Windenergieanlagen erzeugen. Weidmüller China eröffnete sich diesen wachsenden Markt mit spezifischen Produkten für Windenergie-Applikationen.

Weiterhin hat das Unternehmen den Ausbau der Marktsegmente Photovoltaik und Prozessindustrie verstärkt. Dazu haben Produkte wie die Strom- und Spannungswandlerklemme Pocon oder die Photovoltaik-Anschlussbox beigetragen.